Freitagsfragen: "Fürchten Sie den Tod?"

Charlie | Freitag, 26. Oktober 2012 |
Wer mir sagen kann, aus welchem Film dieser Satz ist (und wer ihn sagt), kriegt ein Däumchen xD

Also, wie die Überschrift schon sagt, beschäftige ich mich heute mit einem etwas ernsteren Thema, dem Tod.
Wir behandeln nämlich gerade "Leben und Tod" in Ethik und hatten dort neulich eine interessante Diskussion.
Jemand meinte, dass er Angst vor dem Tod hätte. Daraufhin brachte ich die Frage ins Spiel, ob er wirklich Angst vor dem Tod oder eher vor dem Sterben habe. Ich persönlich habe nämlich eher Angst vor dem Sterben, weil das häufig mit Schmerzen verbunden ist.
Andere haben aber eher Angst vor dem Tod, weil sie den Gedanken nicht ertragen können, irgendwann nicht mehr zu existieren.
Oft spielt auch die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod (also religiöse Ansichten) eine große Rolle. Jemand, der glaubt, nach dem Tod ist alles vorbei, wird ihm vielleicht nicht ganz so unerschrocken entgegenschauen, wie jemand, der an das Paradies glaubt, es vielleicht könnte.
Auch auf das Leben allgemein hat der Glaube Einfluss: Ist man zum Beispiel gläubiger Christ, wird man natürlich versuchen, Gutes zu tun und eventuelle Angst davor haben, nach dem Tod in die Hölle oder in's Fegefeuer zu kommen. Menschen, die dieser Religion angehören und meinen, etwas schlimmes verbrochen zu haben, könnten also auch größere Angst vor dem Tod haben, als vor dem Sterben selbst.
Wer dagegen der Meinung ist, es gibt kein Leben nach dem Tod, wird vielleicht eher versuchen, die Zeit, die ihm noch bleibt, zu genießen und das Beste daraus zu machen.


Jetzt interessiert mich natürlich eure Meinung: Zu welcher Gruppe gehört ihr? Wie sieht eure Vorstellung vom Tod aus? Und wovor habt ihr größere Angst: Sterben oder der Tod an sich?
Ich bin wieder einmal gespannt auf eure Antworten, auch wenn ich verstehen kann, wenn ihr auf eine so persönliche Frage nicht unbedingt antworten möchtet.



Als Literatur zu genau diesem Gedanken kann ich nur den Roman
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green empfehlen, in dem es viele bewegende Dialoge zum Thema Sterben und Tod gibt. Das nur so am Rande :)

Kommentare:

  1. Wieder eine spannende Frage :)
    Also das mit der Religion und der Hölle ist schon ziemlich beängstigend ;D
    Ich glaube, dass ich schon irgendwie Respekt vor dem Tod habe und deshalb auch das Leben so gut wie möglich auskoste. Wie genau es aussehen wird, weiß man halt nicht, aber viele die Herztod waren und dann wieder erwachten sahen einen Tunnel mit einem Licht am Ende. Wir dürfen gespannt sein ;)
    Wenn man sich zu verrückt macht, kann man das Leben auch nicht mehr genießen, deshalb muss man ein bisschen gelassen sein, oder?!

    LG, Fina

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    1. Ja, ich denke auch, dass ich Respekt vor dem Tod habe, aber Angst habe ich glaube ich mehr vor dem Sterben...
      Von diesem Tunnel mit dem Licht am Ende habe ich auch schon gehört. Bin mal gespannt, ob das wirklich so ist!

      Das ist die richtige Einstellung ;) Leben ist immer lebensgefährlich, also sollte man die Zeit, die einem bleibt, genießen und sich nicht so viele Gedanken darüber machen, wann und wie man sterben könnte.
      Finde ich jedenfalls ;)

      LG

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  2. Hallo!
    Also ich persönlich habe durchaus Angst vor dem Sterben und ich bin gläubige Christin. Sprich ich glaube, daran dass Jesus für meine Sünden am Kreuz gestorben ist und deshalb werde ich in den Himmel kommen. Aber ich bin jetzt nicht eine solche Christin, von wegen der Papst und so oder gegen die HomoEhe. Ich bin pro Homosexualität, der Papst ist sowieso ein Vogel und so.. also ich sage, dass nur, weil viele mit Christentum solche Dinge verbinden.
    Ich habe aber eigentlich am meisten Angst davor, dass wenn ich zum letzten Mal meine Augen schließe, dass ich bereue, was ich in meinem Leben getan habe oder ich denke, dass ich mein Leben nicht genutzt habe.. Versteht ihr was ich meine?
    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Das kann ich gut verstehen!
      Ich bin auch Christin, also getauft und so, gehe aber selten in die Kirche.
      Ich habe auch nichts gegen die Christen, aber gegen manches, was der Papst und die Strenggläubigen sagen, schon. (Sowas wie das Verbot der Homo-Ehe und so)

      Ich glaube ich verstehe was du meinst. Es wäre schon blöd, wenn man stirbt und dann merkt, dass man so etwas wertvolles und schönes wie das Leben, nicht richtig genutzt hat.
      Andererseits kann man vielleicht nur richtig Leben, wenn man nicht bei jedem Schritt darüber nachdenkt, ob er sinnvoll ist. Einfach mal loslassen können ist sicher auch wichtig ;)

      LG

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  3. Hach, ich mag deine Freitagsfragen. Der einzige Moment der Woche, an dem ich tatsächlich mal nachdenke xD (nein, ich denke natürlich öfter nach... zumindest versuche ich es ;P )
    Wir hatten das Thema nie in der Schule, aber irgendwann denkt doch jeder mal über den Tod nach (wir sind nämlich alle Emos^^). Eeeehm. Guten Gewissens kann ich sagen: ich weiß nicht.
    Also, ich weiß nicht, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, wie es ist, tot zu sein und so weiter. Und weil ich es auch erst herausfinden kann, wenn ich eben... naja, tot bin halt :D , vertrete ich die unfrustrierende Ansicht, dass es mir einfach mal egal ist ;D Also, ich bin gerne am Leben und vertrete so die "Lebe im Hier und Jetzt"-Philosophie. Ich versuche, die Gegenwart zu genießen, und nach meinen moralischen Vorstellungen ein guter Mensch zu sein (ohne aber jetzt irgendwie gläubig zu sein oder so), ohne diese 'hätte, wäre, könnte'-Sache. Ich finde auch den Spruch "Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter" echt unglaublich bescheuert und sinnfrei, weil er einfach mal so tut, als vermittele er eine positve Lebenseinstellung, aber ja wohl nur aus einer negativen Weltsicht heraus entstehen kann. Vor dem Sterben an sich habe ich auch keine Angst, weil das im Moment nicht präsent ist. Ich bin gesund (körperlich zumindest xD), und alles ist gut. Ich habe eher Angst davor, dass die Menschen sterben, die ich lieb hab und mich hier alleine lassen :( Aber die sind zum Glück auch alle gesund :D

    Liebe Grüße ;)

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    1. Danke :),
      ich finde, sie sind eine ganz nette Abwechslung und so eine Rubrik hat nicht jeder ^^
      Freut mich, dass ich dich zum Nachdenken anrege :D

      Ist warhscheinlich auch besser, sich nicht so viele Gedanken darüber zu machen, was nach dem Tod passieren KÖNNTE, sondern einfach zu leben.
      Und ich glaube, ich verstehe auch, was du meinst. "Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter", drückt ja eigentlich nur aus: "Das Leben ist kurz, du bist bald tot, du hast nur noch wenig Zeit."
      Jedenfalls wird man dadurch immer daran erinnert, dass es jeden Tag vorbei sein könnte. Wie soll man das Leben denn da genießen??
      Andererseits sollte man auch nicht völlig vergessen, dass das Leben nicht unendlich ist, sondern es nutzen und insofern stimme ich diesem Spruch auch irgendwie wieder zu.

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  4. Üüüübrigens habe ich dich grade getagget :D
    http://hausdeswahnsinns.blogspot.de/2012/10/tag-10-reasons-to-fall-in-love-with.html

    Liebe Grüße ;)

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    1. Tja, das hat sich dann wohl erledigt, oder? :DD
      Den habe ich ja nun schin gemacht ^^
      Aber trotzdem danke ;))

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    2. Wenn du auch so lange brauchst mit dem Kommentare lesen ;P
      Macht aber nix :D

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  5. Oh, eine interessante Frage. Ich sehe es ähnlich wie du: Angst vor dem Tod habe ich eigentlich nicht, eher vor dem Sterben. Wobei auch das im Moment noch so weit weg zu sein scheint, dass es keine wirklich "aktive" Angst ist. Aber ich denke, das wird sich im Laufe der Zeit ganz automatisch noch ändern.

    Vor der "Was wird nach dem Tod kommen"-Frage habe ich mittlerweile kapituliert. Wir werden es ja doch nie beantworten können. Im Moment denke ich eher, dass man das Bewusstsein dann einfach erlischt und das "Ich" verschwindet.
    Aber andere Versionen sind natürlich auch schön. :-)

    Viele Grüße
    Miyann

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    1. Ich tendiere auch eher zu der nüchternden Variante, in der man einfach tot ist.
      Allerdings kann man natürlich in den Erinnerungen der Verbliebenden noch eine ganze Weile weiterleben.

      Ich schau' mir gleich mal deinen Blog an, dich kenne ich ja noch gar nicht ;)

      LG

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  6. Antwort auf deinen Kommentar bei mir:
    Hi Charlie!
    Ja, ich hatte Glück! War so happy und bin es immer noch :)
    Toll, dass du es auch bald lesen kannst! Ich bin gespannt wie dir "Die Verratenen" gefällt :)
    LG von der Lesegiraffe
    http://lesegiraffe.blogspot.de/

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  7. Ich kann dir nicht sagen aus welchem Film das ist ... Darin bin ich echt 'ne Niete :D

    Also mit religiösen Ansichten hab ich da eigentlich nichts am Hut.
    Ich würde sagen ich hab vor beidem Angst, vorm Sterben und vorm Tod ... wie du schon gesagt hast, weil das Sterben oft mit Schmerzen etc. verbunden ist. Wenn ich eine schwere Krankheit oder so hätte, könnte ich den Gedanken glaube ich nicht ertragen, dass ich weiß, dass ich bald sterben werde. Klar, erwischen kann's einen ja immer, aber ich hätte dann einfach den Gedanken im Kopf, in ein paar Wochen gibt es mich nicht mal mehr. Und es würde mir um meine Familie und Freunde leidtun, es stirbt ja schließlich nicht alle Tage wer ...
    Vor dem Tod hab ich aber auch Angst ^^ Früher hab ich mir das so vorgestellt, dass man in ein tiefes Loch fällt und fällt und fällt. Und der schlimmste Gedanken war für mich damals: oh mein Gott, wenn ich tot bin kann ich nicht mehr GameBoy spielen! Tja, die unschuldigen Gedanken eines Kindes :D Einerseits ist es ein komischer Gedanke, zu wissen, dass man irgendwann eben nicht mehr existiert. Aber schrecklich finde ich auch, dass man dann nicht mehr weiß, was die Zukunft so alles bringt. Vielleicht jagt ein verrückter Wissenschaftler die ganze Welt in die Luft? Wann werden fliegende Autos erfunden? Wird man jemals andere Planten besiedeln können und wird es dorthin eine Telefonverbindung geben? :D Okay, die Gedanken sind ziemlich weit hergeholt, aber interessieren würde es mich schon!

    Übrigens will ich nach meinem Tod auf keinen Fall begraben werden ... lieber zuerst eingeäschert und von mir aus dann begraben. Ich finde es sowas von total eklig, wenn man weiß, wenn ich tot bin wird mein Körper eingegraben (EINGEGRABEN! *grusel*) und monatelang von Maden zerfressen und zersetzt! *schüttel* Also ne. Das brauch ich ja wohl nicht. (Obwohl es mir dann nichts mehr ausmachen würde, glaube ich.)

    Also das wäre wiedermal ein sehr umfangreicher Kommentar über meine Ansicht zum Tod ^^ Tut mir leid falls mir wieder so peinliche Logikfehler rausgerutscht sind!

    Alles Liebe ♥

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    1. Na gut, dann löse ich das mal auf :D
      Das ist natürlich aus Fluch der Karibi, dem zweiten oder dritten Teil, wenn Davy Jones seine Opfer fragt, ob sie den Tod fürchten und wenn sie ja sagen, werden sie zu einem seiner Zombies gemacht.
      Kennst du die Filme? ^^

      Die Situation mit der schweren Krankheit stelle ich mir auch furchtbar vor. Du weißt die ganze Zeit, dass du sterben wirst, musst schon mit ansehen, wie deine Familie und deine Freunde traurig sind deswegen...
      Andererseits kannst du dich dann auch darauf vorbereiten und es ist auch für deine Angehörigen nicht so ein Schock, wie als wenn du plötzlich sterben würdest.
      Ich persönlich würde aber vermutlich lieber kurz und schmerzlos sterben und am besten im hohen Alter :D
      (Mann, das deprimiert mich, so viel über's Sterben nachzudenken ^^)

      Achso, eine Telefonverbindung ist also das Wichtigste auf einem neuen Planeten :D?
      Also die Frage, was die Zukunft bringen wird, ist mir nicht so wichtig. Ich glaube, in der Zukunft werden die Menschen die Erde irgendwann noch völlig kaputtmachen, das muss ich nicht uuuunbedingt miterleben.

      Das ist interessant. Darüber habe ich noch gar nicht so nachgedacht. Ich möchte auf jeden Fall einen Organspendeausweis haben, damit noch mal jemand was von mir hat, wenn ich tot bin. Hauptsache mein Gesicht bleibt, wie es ist, damit ich noch irgendwie menschlich aussehe.
      Und ob ich dann eingeäschert werden will, muss ich mir ja jetzt hoffentlich noch nicht überlegen ^^
      Ich frag mich immer, wer seinen Körper freiwillig bereitstellt, damit Medizinstudenten daran üben können. Solche Menschen muss es ja auch geben, aber ich finde die Vorstellung nicht so klasse :S

      Diesmal habe ich keinen Logikfehler gefunden ^^
      Und daaanke für den langen Kommi <3

      LG ;)

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  8. Hm, ja... Es ist wirklich ein schwieriges Thema, vor allem weil man mit dem Tod fast immer etwas Negatives verbindet.
    Ich selbst habe keine direkte Angst vor dem Tod, weil ich glaube, dass es kein Leben danach gibt. Ich glaube nicht an Himmel und Hölle und auch nicht an Fegefeuer und Reinkarnation, weil ich unreligiös bin und es rein biologisch betrachte. Der Tod ist das Einstellen der Funktionen aller Organe einschließlich des Gehirns. Wenn das Gehirn nicht mehr funktioniert, dann können wir auch nicht denken (logischerweise), was bedeutet, dass wir einfach "abgeschaltet" werden, unseren eigenen Tod also nicht mehr wahrnehmen können.
    Ich stelle mir einfach vor, dass ich quasi "weg" bin. Da ist nichts mehr. Und das beruhigt mich, denn was mir wirklich Angst an der Geschichte macht, wäre ein "Bewusstsein" zu haben noch nach dem Tod und meine Familie und Freunde trauern zu sehen. Ich möchte sie nicht weinen und leiden sehen nur wegen mir...

    Ich habe dir übrigens einen Award verliehen:
    http://abookalyptic.blogspot.de/2012/10/liebste-kommentatoren-award.html

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    1. Das ist eine interessante Ansicht.
      Vor allem zu deinem letzten Satz fällt mir das Buch/ der Film "In meinem Himmel" ein, in dem es um ein Mädchen geht, das ermordet wird und aus "ihrem Himmel" ihre Familie beobachtet. Muss total traurig sein und diese Vorstellung finde ich auch furchtbar.

      Allerdings finde ich es interessant, dass du keine Angst vor dem Tod hast, weil du glaubst, danach ist einfach alles vorbei.
      Andere haben genau deswegen Angst davor, weil sie dann nämlich einfach "weg" sind.
      Oder sie haben keine Angst vor dem Tod, weil sie daran glauben, dass sie dann in den Himmel kommen.

      Danke für deine Meinung und dafür, dass du meine 100ste Leserin bist!!! Das ist sooo coool :D

      LG ;)

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  9. haha :)) ethik unterricht. also ich perönlich habe angst vorm sterben

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Charlie