[Lesetagebuch] "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham # 1

Charlie | Freitag, 1. März 2013 |


Da diese Kategorie beim letzten Mal (*klick* *klick* *klick*) so gut angekommen ist, möchte ich meine Kategorie des Lesetagebuchs gerne weiterführen und weil ich bei Sandra von "Pusteblume" die Leserunde zu meiner aktuellen Lektüre "Bevor ich sterbe" gesehen habe, dachte ich mir, ich veröffentliche meine Leseeindrücke einfach mal in einem Lesetagebuch-Post ;).

Dazu habe ich mir während des Lesens zu den jeweiligen Abschnitten kurz Notizen gemacht, die ich nun hier veröffentlichen werde. Ihr seid natürlich wieder herzlich eingeladen, euren Senf dazuzugebem ;).

PS: Eure Kommentare werden alle im Laufe des Wochenendes veröffentlicht! Im Moment komme ich leider zu gar nichts, weshalb auch das Special bis dahin warten muss :(



 Und hier ist sie: Meine ehrliche, unverfälschte Meinung, genau so, wie ich sie direkt nach dem Lesen aufgeschrieben habe :D



Kapitel 1-7

Den Einstieg in die Geschichte fand ich aus mehreren Gründen etwas befremdlich.

Erstmal wird man mitten in die Geschichte hineinkatapultiert und muss sich erst einmal zurechtfinden. Was hat Tessa? Wer sind Cal und Zoey?

Auch dem Umgang mit Tessa und ihrer Krankheit fand ich teilweise seltsam.
Während ich die vorsichtige Haltung ihres Dads gut nachvollziehen kann, habe ich mich über die lockere Art ihrer Mutter sehr gewundert. Wer würde bitte so entspannt auf die Nachricht reagieren, dass die eigene Tochter ihre Jungfräulichkeit praktisch weggeworfen hat, nur weil sie es einfach mal ausprobieren wollte?
Vielleicht ist das aber auch ihre Art, mit diesem Problem und der Belastung umzugehen.

Auch der Umgangston zwischen Zoey und Tessa ist gewöhnungsbedürftig und wieder einmal ist mir etwas aufgefallen, das mich an Jugendbüchern wirklich sehr stört: der Umgang mit Drogen bzw. die Art, wie dieser thematisiert wird. Nur weil man Leukämie hat und das Leben noch genießen will, ist das meiner Meinung nach mein Grund zu kiffen, was das Zeug hält.
Vermutlich werde ich darüber noch einen Aufregerpost schreiben und nach dem letzten Tag kennt ihr meine Meinung zu dem Thema ja auch schon.

Außerdem frage ich mich, wie alt Zoey eigentlich ist. Scheinbar geht sie schon auf's College und bei ihrer lockeren Einstellung in Sachen Sex und Drogen scheint sie ja etwas älter zu sein als Tessa.

Auch an den Schreibstil muss ich mich wohl erst gewöhnen. Jenny Downham arbeitet viel mit kurzen, abgehackten und unvollständigen Sätzen, die für mich aber eher fehl am Platz wirken und irgendwie stören.



Kapitel 8 - 14

Kommt es mir nur so vor, oder ist der Schreibstil angenehmer geworden? Irgendwie liest das Buch sich viel leichter und mir sind schon einige sehr schöne und treffende Formulierungen aufgefallen.

Tessa hat jetzt also Adam kennengelernt... Irgendwie ist er mir ja sympathisch, auch wenn er bei der Drogensache mitmacht. Vor allem finde ich es toll, dass der nicht wie so viele andere Jugendbuchprotagonisten als soooo gutaussehend und soooo toll beschrieben wird.

Auch mit Tessa komme ich irgendwie besser klar. Auch wenn ich niemals in so einem Kanal baden oder irgendwelche Drogen-Pilze nehmen würde, kann ich verstehen, dass sie noch einmal richtig leben will - vor allem nachdem ihre Diagnose nun ja sehr schlecht ausgefallen ist.

Nur mit Zoey kann ich nicht so richtig etwas anfangen. Einerseits ist sie die einzige in Tessas Alter, die noch zu ihr hält. Andererseits scheint sie ja auch eher den Moment zu leben und nicht wirklich über die Folgen ihres Handelns nachzudenken und manchmal ist sie Tessa gegenüber wirklich ungerecht.

Ich bin gespannt, was Tessa noch so anstellt...


Kapitel 15 - 21

Ich komme mit Tessa überhaupt nicht klar! Meiner Meinung nach braucht dieses Mädchen einen wirklich guten Psychologen, denn die wird von Kapitel zu Kapitel verrückter. Nicht nur ihr erstaunlich lockerer Umgang mit Drogen, sondern auch ihre schrägen, völlig zusammenhanglosen Gedanken und die Tatsache, dass sie nicht nur sich sondern gleich noch andere in Gefahr bringt, stören mich gewaltig. Ist ja schön und gut, dass sie weiß, dass sie sterben wird, aber muss sie deswegen Zoey gleich mit in Gefahr bringen?
Außerdem ist Leukämie kein Grund, nur noch an sich selbst zu denken. Zoey ist offensichtlich schwanger und ihr geht es dreckig und Tessa hat nichts besseres zu tun, als sich darüber aufzuregen, dass die nicht mit ihr ans Meer fahren will.
Und das mit Adam verstehe ich auch nicht. Erst sagt sie, dass sie ihn hässlich findet, dann ist sie auf einmal beleidigt, weil er sagt, er könnte nicht mit ihr zusammen sein.

Mag ja sein, dass dieses Buch vielleicht authentisch geschrieben ist (ich bin froh, dass ich das nicht beurteilen kann), aber es macht bis jetzt nicht wirklich Spaß, es zu lesen...




Und falls ihr das Buch zufällig auch kennt:
Haut in die Tasten und sagt mir eure Meinung :D
Liebe Grüße

Kommentare:

  1. Kannst du das Buch überhaupt noch unvoreingenommen genießen? Aus allen Ecken hört man ja nur schlechtest^^ Mich überrascht es nicht, als ich es damals gelesen habe, fand ich es auch schlecht^^

    Kann bis jetzt deine Eindrücke aber voll nachvollziehen. Hoffentlich gefällt es dir trotzdem besser, als allen anderen :)

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    1. Naja, wirklich viele Rezensionen habe ich dazu noch nicht gelesen und davor auch eigentlich eher begeisterte Meinungen gehört, deshalb denke ich schon, dass ich unvoreingenommen sein kann.
      Wahrscheinlich versuche ich unterbewusst, es mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und "Sieben Minuten nach Mitternacht", den letzten Krebsbüchern, die ich gelesen habe und wunderbar fand, zu vergleichen, und da kann es ja nur verlieren.
      Aber Tessa regt mich echt auf -.-

      Das hoffe ich natürlich auch und erstmal gebe ich die Hoffnung nicht auf :D

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  2. ich hab einen award für dich:)
    http://celina-traumwelten.blogspot.de/2013/03/award-huhu-mein-erster-award.html

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  3. Du sprichts mir aus der Seele :D Ich habe das Buch ja in der Leserunde von Sandra mitgelesen und meine Eindrücke waren so ähnlich wie deine ;)
    Also Zoey geht (zumindest am Anfang) überhaupt gar nicht! Aber Tessa fand ich mit der Zeit sogar noch schlimmer. Es ist natürlich schrecklich, dass sie schon so jung sterben muss, aber deshalb noch lange kein Grund um so egoistisch zu sein und die Menschen um sicher herum zu verletzten!
    Also von den Charakteren mochte ich eigentlich am meisten Tessas Dad, der ist so ziemlich der einzigste Lichblick^^ und Cal. Adam ist auch okay, aber mehr auch nicht -.-

    Bin mal gespannt, wie du die restlichen Kapitel so findest ;) Tessa ist mir allerdings nicht sympathischer geworden. Ganz besonders die Stelle mit ihrem Ausraster, dem Fenster & dem Fernseher (du wirst verstehen was ich meine, wenn du soweit bist^^) war sowas von unverständlich, unlogisch und einfach nur total unnötig! Naja, wenigstens wird Zoey erträglicher. Und das Ende fand ich ziemlich gut, auch wenn es mit den vielen Absätzen und Themensprüngen wahrscheinlich nicht für jeden was ist.

    LG Filo <3

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    1. GENAU das finde ich auch! Vielleicht können wir uns auch einfach nicht in dieses todkranke Mädchen hineinversetzen, aber sie verhält sich wirklich so asozial und egoistisch, dass ich die Krise kriege. Und was bringt ein Buch, bei dem man sich nur mit der Hauptperson identifizieren kann, wenn man genauso ist wie si?
      Oh ja, Cal ist sogar fast witzig. Und er scheint Tessas Tod auf eine kindliche Art und Wiese zu akzeptieren - schon am Anfang sagt er ja "Ich werde dich vermissen."

      Findest du das Ende gut, weil sie tot ist? ^^ Okay, das war jetzt gemein, aber ich schätze mal, sie stirbt, und wirklich leidtun wird mir das nicht.

      Naja, mal gucken, wann ich weiterlese, momentan liegt es grad ein bisschen auf Eis.

      LG =)

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  4. Ganz meine Rede! Und es wird nicht besser! Zugegeben, einige von der Leserunde konnte das Ende noch ein wenig milder stimmen, aber mich ehrlich gesagt nicht. Das Buch ist schrecklich. Lyrica hat jetzt eine regelrechte Phobie davor xD
    Ich kann ganz und gar nicht nachempfinden, wie so viele Menschen das Buch so toll finden können, aber Gott sei Dank sind Geschmäcker ja verschieden ... !

    Alles Liebe,
    Sandra <3

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    1. Na super, du machst mir ja Lust auf den Rest :D.
      Weil sie dann stirbt? Oder weil sie so schwach wird, dass sie weniger dummes Zeug tun und sagen kann?
      Ich bin echt fies, ich weiß...
      Ich kann das auch nicht verstehen O.o. Und ich hatte vorher nur Gutes darüber gehört...

      Naja, was soll's.
      Schön, mal wieder von dir zu hören ^^.
      LG <3

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  5. Hey, :)

    Ich habe das Buch auch gelesen, aber war so zwiegespalten: Einerseits war es schon berührend, andererseits hat es sich auch ziemlich gezogen...mal sehen, was du am Ende sagst! ;)

    Eine neue kreative Überschrift gibts nächstest mal wieder und ja, ich mag Fisch :D

    Ich bin bei "Love@Miriam" schon über der Hälfte und bin auch ziemlich enttäuscht, weil Harry einfach nur total dämlich ist und auch alle anderen Charaktere mir nicht gefallen. Komisches Buch :(

    "Hollyhill" ist wirklich ganz cool, hoffentlich gefällts dir auch ^^

    LG, Fina

    P.S. Freue mich auf weitere Oscar- Posts :)

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    1. Berührend? An dieser Stelle bin ich wohl noch nicht :D.
      Ich bin auch schon gespannt...

      Dann freu ich mich schon mal ;).

      Ich hab deine Rezi gerade kommentiert ;). Ich finde ihn nicht dämlich, sondern eigentlich interessant, aber auch extrem verstörend, weil er so ein Pscho ist...

      Ich find's bis jetzt ganz süß ;).

      LG
      Charlie

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  6. Ich werde dieses Buch ganz sicher nicht lesen, weil ich bis jetzt ausschließlich wirklich grottenschlechte Meinungen dazu gehört habe... So schlimm habe ich das bei noch keinem Buch erlebt!! Das muss man also erstmal schaffen ;)

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    1. Tja, da verpasst du wohl nichts ;).
      Mich wundert das vor allem, da ich vor dieser Leserunde viele wirkluch positive Meinungen gelesen habe und jetzt auf einmal finden alle das Buch schlecht...

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Charlie