[Buchrezension] "Zehn Dinge, wie wir lieber nicht getan hätten" von Sarah Mlynowski

Charlie | Samstag, 27. April 2013 |



"Girls just wanna have fun!" - Dieses Buch mach gute Laune




© Heyne



Originaltitel: Ten Things We Did (And Probably Shouldn't Have)
Autorin: Sarah Mlynowski
Übersetzerin: Bettina Spangler
Verlag: Heyne fliegt
Genre: Jugendbuch, Zeitgenössische Literatur
Reihe: /
Erscheinungsdatum: 08.10.2012
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 480
Preis: € 8,99
Verlagsseite





Inhalt


Die 16-jährige April fällt aus allen Wolken, als ihr Vater ihr eröffnet, dass sie in neun Tagen nach Cleveland ziehen werden. Ohne sie einzuweihen hat er alles schon geplant, doch wie sich bald herausstellt hat er die Rechnung ohne Aprils beste Freundin Vi gemacht.
Durch eine List gelingt es den beiden Mädchen, für den Rest des Schuljahrs allein bei Vi Zuhause zu wohnen und das bedeutet: Party, Party, Party, großes Chaos und eine Menge unüberlegter Entscheidungen.


Meinung

Allzu viel darf man natürlich nicht erwarten, wenn man dieses Buch zur Hand nimmt, doch eins kann ich euch garantieren: eine Menge Lesespaß.
Darüber, ob die ganze Geschichte wirklich realistisch ist und ob Eltern sich tatsächlich so leicht reinlegen lassen, lässt sich natürlich streiten, doch man kann nicht leugnen, dass die Idee wirklich witzig ist und man sich über Aprils Missgeschicke immer gut amüsieren kann - beispielsweise darüber, wie das falsche Spülmittel im Geschirrspüler eine Überschwemmung hervorruft und Vi sie daraufhin nicht mehr in die Nähe technischer Geräte lassen will.
Zudem führt einem das Buch wunderbar vor Augen, wie weltfremd die meisten Jugendlichen eigentlich sind, wenn sie ihr Leben lang von den Eltern umsorgt werden und plötzlich allein klarkommen müssen.

Doch neben der verrückten Idee enthält "Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten" auch eine süße Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe und Vertrauen.
Es geht um die erste Liebe, die vielleicht die schwerste ist, blindes Vertrauen, das nicht immer berechtigt ist, und Freundschaften, die auch schwierige Zeiten überstehen. Vor allen Aprils Familiengeschichte und die Vertrauensprobleme, die sie hat, seit ihre Mutter die Familie verließ, verleihen dem Roman eine tiefgründige und ernste Note.
Trotzdem ist die Geschichte eher amüsant, romantisch und auch ein wenig vorhersehbar - die perfekte Lektüre für zwischendurch.

April ist eine sehr sympathische Protagonistin, die weiß, was sie will, ihre Bedürfnisse aber trotzdem oft anderen unterordnet und unfreiwillig komisch ist, da sie kaum ein Fettnäpfchen auslässt und viele verrückte Dinge tut. Sie war mir sehr sympathisch, weil sie immer für ihre Freunde da ist, tat mir aber zwischendurch auch leid, da man merkt, wie unsicher sie im Grunde noch ist. Insofern ist sie eine wirklich authentische Protagonistin.
Mit den meisten Nebencharakteren, abgesehen von Hudson, der viel zu gut ist, um wahr zu sein, konnte ich jedoch nicht viel anfangen. Vi beispielsweise erschien mir zwar authentisch, aber auch ziemlich nervig und pubertär und ich konnte nicht verstehen, wieso April mit ihr befreundet ist. Auch mit Noah, Aprils Freund, wurde ich nicht so richtig warm.

Der Schreibstil von Sarah Mlynowski ist angenehm, locker und authentisch und der Roman liest sich unter anderem deswegen so leicht, weil die einzelnen Kapitel in mehrere, sehr kurze Unterabschnitte eingeteilt sind. Zunächst ist es etwas verwirrend, dass es viele Rückblicke in die vergangenen Jahre gibt, doch wenn man sich daran gewöhnt hat, kommt man mit dem Erzählstil ziemlich gut klar.


Fazit

"Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten" ist ein humorvolles, süßes und romantisches, wenn auch nicht immer ganz realistisches Buch, über Liebe, Freundschaft und die Schwierigkeiten mit dem Erwachsenwerden. Ich vergebe 4 Sterne und empfehle es jedem, der eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch sucht.

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Challenges:

  • Verlags SuB Abbau April: Nr. 3/2
  • ABC der Protagonisten: Nr. 3/26 (52)
    A --> April
  • Auf den SuB mit Gebrüll - Challenge: 8/25
    "35. Lese ein Buch, das 2012 erschienen ist."
  • Chaos-Challenge: Nr. 3/20
    "12. ...lies ein Buch, auf dessen Cover ein Paar zu sehen ist."
  • YA-Challenge: Nr. 3/8

Kommentare:

  1. Ich habe das Buch zu Hause in meinem Bücherregal stehen. Leider bin ich aber Nachricht dazu gekommen es zu lesen, aber anscheinend ist es ja ganz gut, bzw. gut.
    Liebe Grüße,
    Marianne

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    1. Haha, deine Autokorrektur hat wieder zugeschlagen :D
      Wenn du mal Lust auf gute und nicht allzu anspruchsvolle Unterhaltung hast, dann ist dieses Buch auf jeden Fall das richtige ;).

      LG
      Charlie

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    2. Ich meinte, noch nicht und nicht Nachricht. :-)

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  2. Ich glaube ich würde total über dieses Buch herziehen, und mich nur darüber lustig machen können, weil ich nicht so "Weltfremd" bin, wie der Rest der Jugendlichen, die ich kenne :) Wahrscheinlich bin ich die einzige von denen, die in der Lage ist einen Haushalt zu führen und wenn ich "Was, du kannst Wäschewaschen?" und ähnliche Fragen mit "Ja" beantworte schauen mich alle an als wäre ich ein Alien. Oder bin ich einfach die Weltfremde und alle anderen sind ganz normal... Ich meine Hallo? Joa, es ist ganz normal Leuten erklären zu müssen wie man Wäsche trennt oder das man Nudeln keine halbe Stunde lang kocht *tze*

    LG Anna

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    1. Haha, ein wenig lustig gemacht habe ich mich ja auch über April ^^. Einen Geschirrspüler bekomme sogar ich an, Wäsche trennen kann ich auch und man kocht Spaghetti muss man nicht mal 10 Minuten kochen, so weit ich weiß. Im Zweifelsfall immer zwischendurch ausprobieren ^^. Das mache ich beim Backen so.
      Trotzdem bin ich immer noch weltfremd genug, um April zu verstehen ^^.
      Aber ist doch super, wenn du schon Ahnung von sowas hast ^^. Dann musst du es nicht erstn mühevoll lernen, wenn du auf dich allein gestellt bist :D.

      LG

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    2. Mit Sprüchen wie "Nudeln müssen doch mindestens 30 Minuten kochen" ist mir auf einer Klassenfahrt (Selbstversorgung) mal jemamd extrem auf die Nerven gegangen, natürlich wollte sie nicht einsehen dass die Nudeln im Topf mittlerweile ziemliche Matsche waren... (Später kam dann: Die schmecken aber komisch" )Es ist ja nicht so dass im Zweifelsfall ein Blick auf die Verpackung reicht, das wird überbewertet^^

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    3. Selbstversorgung? Die würde bei uns an einer Dönerbude enden :D
      Ist vermutlich auch besser, weil meine Klassenkameraden vermutlich ähnlich talentiert sind im Kochen wie ich :D.
      Aber dass man Nudeln nicht eine halbe Stunde kocht, weiß sogar ich xD
      Und: Natürlich werden Verpackungen überbewertet :D. Ausprobieren ist doch viel effektiver xD

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    4. Natürlich ist ausprobieren effektiv, ich hatte einmal mit angeschaut wie mein Bruder in seinen Mikrowellen-Tassenkuchen ein ganzes Tütchen Backpulver gekippt hat.... Wir haben beide unsere Lektion gelernt nachdem die Mikrowelle voll mit Schoko war, aber hey, wir hatten schön viel Kuchen^^

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  3. Hey Charlie!
    Du kannst es mir natürlich auch am Montag schicken! :)
    Liebe Grüße, Ana

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    1. Erledigt :)
      Ich freu mich auf die Tourney!

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  4. Tolle Rezi.Olivia hat das Buch auch mal gelesen und fand es auch ganz gut. Vielleicht leihe ich es mir mal von ihr ^^

    LG, Fina

    P.S. Bin gespannt, was du zu "Die Vollstrecker der Königin" sagst. Habe dich übrigens getaggt :)

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    1. Solltest du machen, wenn du mal nette Unterhaltung brauchst :).

      Damit fange ich als nächstes an!
      Echt? Womit?

      LG =)

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  5. Schön, dass es dir so gut gefallen hat!
    Man freut sich immer, wenn den Leuten, den man Bücher ausleiht, sie also praktisch empfiehlt, diese Bücher auch gefallen ;). SOnst zweifelt man irgendwie immer an seinem Geschmack ^^.

    April ist wirklich ein bisschen unfähig und Hudson ist ja wohl so was von knuffig :D, wenn auch ein bisschen zu perfekt um wahr zu sein..

    Ich hab übrigens gerade "Dark Inside" ausgelesen.. Mannomann, ich glaube ein Buch mit mehr Leichen gibt's echt nicht :D!

    <3 Clärchen :)

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    1. Ja, oder? Dann fühlt man sich wie eine stolze Mama ^^

      Ach egal, in so einem Buch ist es nicht wichtig, ober nicht etwas zuuu perfekt ist ^^.

      "Dark Inside" könnte vielleicht Gus' neues Lieblingsbuch werden xD

      LG <3
      Charlie

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  6. Grüß Dich, Charlie.
    Heute schreibe ich wohl in Häppchen... :-)
    Ich käme mir vor wie an die Tapete geleimt, würde ich davon erfahren, in wenigen Tagen aus meinem Umfeld gerissen zu werden. Kein Wunder also, daß April auf stur schaltet.

    Es soll ja schon manche Überraschung gegeben haben, wenn umsorgten Teens plötzlich auffällt, daß die schmutzige Wäsche nicht von allein sauber wieder in den Schrank wandert. So besehen ist es wirklich kein Fehler nicht, im Haushalt mitzumachen. Schließlich hat man/frau nicht ein Leben lang all inclusive gebucht. :-)

    bonté

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    1. Bonjour (oder in Anbetracht der späten Stunde wohl eher Bonsoir) RoM,
      ich lese und beantworte deine Häppchen immer gerne ;).
      Ich würde vermutlich ebenfalls durchdrehen, würden meine Eltern mir einen solchen Plan eröffnen und ich kann verstehen, dass April da lieber zu einer Notlüge wie dieser greift.
      Oh ja, meine Mutter liegt mir auch schon ständig damit in den Ohren, ich sollte etwas lebenspraktischer werden und mehr im Haushalt mithelfen, damit ich etwas für's Leben lerne :D. Leider neige ich dazu, auch das Notwendige erst auf den letzten Drücker zu erledigen und dass Lernen-für's-Leben gehört wohl dazu :D.
      Vermutlich ende ich auch wie April ^^.

      LG

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