[Filmrezension] "Rubinrot"

Charlie | Freitag, 19. April 2013 |


Liebe geht durch alle Zeiten, doch der Charme bleibt auf der Strecke - Warum mich "Rubinrot" weder enttäuscht hat, noch überzeugen konnte




Genre: Buchverfilmung, Romantasy
Länge: 122 Min
Altersfreigabe: ab 12
Kinostart: 14.03.13
Darsteller: Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, Laura Berlin, Jennifer Lotsi, u. A.
Regie: Felix Fuchssteiner
Drehbuch: Katharina Schöde



Inhalt

Gwendolyns Cousine Charlotte ist ein ganz besonderes Mädchen, denn sie hat das Zeitreise-Gen der Familie Montrose geerbt und wird bald in die Vergangenheit springen können. - Das zumindest glauben die Montroses, doch dann ist es Gwen, die an ihrem 16. Geburtstag plötzlich im London des 20. Jahrhunderts landet.
Aber so cool, wie sich das anhört, ist es leider nicht, denn nun muss sie sich nicht nur mit der eifersüchtigen Charlotte, sondern auch mit dem arroganten, aber extrem gutaussehenden Gideon, einem ebenso mysteriösen wie skrupellosen Grafen und einer verhängnisvollen Prophezeiung herumschlagen - und das auch noch in Korsett und Reifrock. Keine leichte Aufgabe!




Meinung

Hinweis: Diese Rezension bezieht sich fast ausschließlich auf den Film aus Buchverfilmung und zieht viele Vergleiche. Wer das Buch noch nicht kennt und/oder nur den Film als solchen rezensiert haben möchte, sollte hier lieber nicht weiterlesen.


Wer im letzten halben Jahr Buchblogs gelesen hat, an dem ist die Verfilmung von "Rubinrot" sicher nicht vorbeigegangen. Und wer dann auch zufällig dieselben Blogs liest wie ich, dem sind sicher auch meine überaus skeptischen Kommentare nicht entgangen.
Denn auch, wenn ich immer wieder ermahnt werde, eine Buchverfilmung als eigenes Werk zu betrachten, kann ich nicht anders: Ich werde von den Kinoadaptionen immer wieder enttäuscht - je mehr ich das Buch mag, desto enttäuschender ist oft der Film. 
Und die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier zählt nun einmal zu meinen Lieblingsbüchern, weshalb ich an die entsprechende Verfilmung keine hohen Erwartungen hatte - schon gar nicht, nachdem mir weder Besetzung noch Trailer zugesagt haben.
Während andere Buchblogger von dem Film offenbar begeistert waren, konnte er mich bei meinem Kinobesuch auch wie erwartet nicht überzeugen, war aber keinesfalls so schlecht, wie befürchtet.


Mein größtes Problem bei Buchverfilmungen ist oft, dass die Handlung verdreht, gekürzt und dem typischen Kinofilm-Schema angepasst wird.
Leider war dies auch bei "Rubinrot" der Fall, was meiner Meinung nach vor allem daran liegt, dass die drei Bücher relativ fließend ineinander übergehen und eine gemeinsame Handlung haben, die auch nur gemeinsam Sinn macht. Die ersten beiden Bände enden praktisch mitten in der Geschichte und es fällt auf, dass insgesamt nicht sonderlich viel passiert - die Trilogie wird vor allem von Gwens unterhaltsamen Erklärungen und Erzählungen über ihre Familie und ihr Leben gefüllt. Da man diese aber nur schwer in einen Film einbauen kann, wäre für mich die logische Folge, die drei Bücher zu einem Film zusammenzuraffen, da dann vielleicht genug Handlung für einen Zwei-Stunden-Streifen übrig bliebe.
Stattdessen wurde ein Werk kreiert, das in der ersten Hälfte einige noch zu verzeihende Abweichungen enthält, in der zweiten Hälfte aber komplett erfunden und ziemlich verdreht ist.  Ob sogar bereits eine der wichtigsten Überraschungen aus Teil 3 vorweggenommen wurde, weiß ich noch nicht genau, doch ich befürchte es stark. Jetzt kommt es ganz darauf an, wie die Filmemacher die Prophezeiung  aus "Smaragdgrün" nutzen wollen, wenn sie sie schon in "Rubinrot" "verpulvert" haben.

Natürlich kann ich verstehen, dass die Film-Leute noch ein paar Spannungselemente einbauen und den Film etwas in die Länge ziehen wollten, doch warum musste das so passieren? Eine der wichtigsten Prophezeiungen, die eigentlich erst viel später vorkommt,  wurde ins Ende des ersten Films gequetscht, andere tolle Szenen aus "Rubinrot" dagegen weggelassen, der Anfang verrät zu viel, das Ende dagegen ist nicht deutlich genug und einige wichtige Nebenfiguren kommen viel zu kurz.
Ich will nicht sagen, dass die Handlung von "Rubinrot" eine komplette Katastrophe ist. Für einen Film an sich ist sie okay, wenn auch etwas verwirrend und gegen Ende nicht sehr befriedigend, doch als Buchverfilmung taugt sie zumindest in der zweiten Hälfte nicht allzu viel.
Hinzu kommen noch einige Änderungen, die ich wirklich nicht verstehe, beispielsweise warum Gwen im Film Geister erst seit ihrer ersten Zeitreise sehen kann oder auch die Geschichte des kleinen Robert. Und was sollte das Gespräch mit Lucas bei ihrer zweiten Zeitreise?


Dass ich eine ganze Weile gebraucht habe, um in dem Film reinzukommen, könnte natürlich an meinem Misstrauen Buchverfilmungen gegenüber oder meinem Ärger über besagte Änderungen liegen, doch meiner Meinung nach wurde auch die Atmosphäre des Buches nicht besonders gut eingefangen.
Zum einen fehlen der Charme und der Witz, die durch Gwens Erzählweise im Buch entstehen. Es gibt schon die ein oder andere unterhaltsame Szene, oft wirkten gewisse Situationen auf mich jedoch auch übertrieben und gezwungen komisch. Eigentlich sind ja Gwens Gedanken und nicht ihre pubertären Überreaktionen das Tolle am Buch.
Auch fällt auf, dass man als Zuschauer zu den anderen Figuren eine größere Distanz hat, weil man über sie und ihre kleinen Macken noch nicht so viel erfährt wie im Buch, in dem Gwen häufig kleine Rückblicke und Erklärungen gibt.

Zum anderen wäre da noch die ganze Sache mit dem Zeitreisen. Das historische London und besonders die Kostüme finde ich wirklich genial. Sogar die Zeitungen ("Kennedy shot!") waren mit kleinen geschichtlichen Fakten gespickt, was ich wirklich toll fand und dafür dass der Film zu großen Teilen in Deutschland gedreht wurde, ist der Schauplatz London ziemlich überzeugend gelungen (überall englische Schilder, Geschäfte mit endlichen Namen, etc.). Andere Szenen dagegen, vor allem die in der Loge, erscheinen mir viel zu übertrieben. War der Chronograf nicht ein kleiner, unscheinbarer Apparat aus Holz, einer Kaminuhr ähnlich, an dem nur einzelne Edelsteine leuchten, und nicht ein fettes, nach riesigen Plastikklotz aussehendes Teil, das bunt wie ein Kinderspielzeug leuchtet? Und seit wann haben die Mitglieder der Loge so ein bescheuertes Klopf-Ritual, wenn der Blutfkreis geschlossen wird? Überhaupt kommen im Buch nie so viele Logenmitglieder auf einmal vor wie in dieser Szene, in der Gwen (völlig übertrieben) ihre Treue schwören muss.
Das mögen alles nur kleine Details sein, aber mich haben sie zumindest in der ersten Hälfte des Films davon abgehalten, wirklich in die Geschichte eintauchen zu können. In der zweiten Hälfte jedoch, das kann ich nicht leugnen, wurde es dann doch einigermaßen spannend und ich habe richtig mitgefiebert. (Der Graf ist schon wirklich unheimlich und der Showdown am Ende überraschend dramatisch.)


Auch die Figuren waren keinesfalls alle nach meinen Geschmack.
Lobend zu erwähnen sind einige Nebenfiguren wie Tante Maddy (Katharina Thalbach hebt das Schauspiel-Niveau des Films deutlich), Madame Rossini und auch Charlotte, die ich mir genauso vorgestellt hatte. Auch Gwens Bruder Nick, Lady Arista, den Grafen oder Paul hätte man weitaus schlimmer treffen können und Jennifer Lotsi macht, obwohl sie ihrer Figur nicht in Geringsten ähnlich sieht, sich als Leslie wirklich super, denn sie bringt einfach den für diese Rolle nötigen Charme mit.

Mit den Hauptdarstellern dagegen konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden, obwohl sie wirklich nicht schlecht spielen. Maria Ehrich wirkt vielleicht manchmal etwas zu künstlich, doch gerade Jannis Niewöhner macht seine Sache recht gut. Bei ihm erkennt man deutlich den Gideon, der verbissen für die Sache der Loge kämpft, einfach, weil es ihn von Geburt an bestimmt war, und nicht, weil er auch nur eine Ahnung hätte, wofür er da eigentlich arbeitet. Seinen Wandel im Film fand ich eigentlich ganz nachvollziehbar, wäre da nicht die vor Kitsch nur so triefende Beziehung zu Gwen, die wirklich viel zu schnell ging. (Nicht, dass das im Buch nicht auch so wäre, doch da fällt es nicht so auf, da die beiden sich ja erst Ende des ersten Teils küssen.) Außerdem schlägt hier wohl meine Oberflächlichkeit durch, aber ich finde Jannis Niewöhner einfach nicht attraktiv genug für die Rolle des Gideon. Für mich sah Gid immer ganz anders aus und Jannis ist da einfach nicht mein Typ.

Überhaupt nicht anfreunden konnte ich mich mit Josephine Preuß als Lucy. Die habe ich mir nämlich immer sanft und ruhig vorgestellt, nicht so aufgedreht und hibbelig. Zwar kommt sie nur in drei Szenen vor, aber in allen nervt sie mich mit ihrer hilflosen Art und ihrer quitschiegen Stimme.
Auch mit Falk hatte ich so meine Probleme. Wann ist aus dem gutmütigen, freundlichen Mann, der immer ein wenig mit Grace flirtet, ein so berechnendes, kaltes Biest geworden? Keine schöne Entwicklung...
Dr. White, der ja immer ein wenig unsympathisch ist (für mich war er immer eine Art Snape), fällt im Gegensatz dazu nicht unsympathisch genug aus.
Schade fand ich auch, dass wichtige Figuren wie James und Mr Whitman, die später noch eine Schlüsselrolle spielen, nur ganz am Rande vorkommen. Man hätte sie entweder weglassen oder ihnen ein wenig mehr Platz in der Haupthandlung verschaffen sollen.



Fazit

Betrachtet man "Rubinrot" als unabhängiges Werk, so ist der Film gar nicht mal so schlecht. Die Handlung und viele der Nebenfiguren haben durchaus ihren Reiz, es wird gegen Ende hin wirklich spannend und es bleiben genügend Fragen für einen zweiten Teil offen. Leider kommt auch "Rubinrot" nicht ohne Klischees und eine entsetzlich kitschige und vorhersehbare Liebesgeschichte aus und nicht alle Schauspieler sind wirklich überzeugend.
Kennt man dann auch noch die Buchverlage, so fallen einem weitere Änderungen und Abweichungen auf und man merkt, dass die Geschichte in der Kinoversion deutlich an Charme verloren hat und die Besetzung nicht unbedingt ideal ist.
Aus diesem Grund vergebe ich 3,5 Sterne für den Film an sich, aber nur sehr knappe 3 für den Film als Buchverfilmung.

Kommentare:

  1. Super Rezi! Du hast auch genau meine Kritikpunkte angesprochen.
    Das Klopf-Ritual hat mich ehrlich gesagt eher an eine Art Sekte erinnert als an eine Loge und überhaupt fand ich die ganze Aufmachung um die Loge zu übertrieben.
    Ich habe mir Gideon übrigens auch wesentlich attraktiver vorgestellt ;)
    LG, Jane

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    1. Danke ;), freut mich, dass du meine Meinung teilst!
      Stimmt, das erinnert wirklich eher an eine Sekte O.o. Da verstehe ich, was Grace mit "Esoterikbesessene Pseudowissenschaftler" meint :D.

      LG =)

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  2. *mit den Füßen wackelt* Das gedreht und verändert wird kann man nicht vermeiden. Gedanken und Gefühle die der Autor niederschreibt mit Worten können nur durch Bilder ersetzt werden und das zieht was raus. Auch muss man eben was tun um es spannend zu halten und einen Schluss zu finden, was Filme angeht. Bücher sind und beleiben das eine Filme sind was ganz anderes... Ein anderes Thema sind natürlich Bücher die zum Film geschrieben wurden (Das Blut der Tempelritter nenne ich mal als Beispiel). Da kann der Autor den Film erweitern um seine Worte... Hat alles so seine Tücken...

    Aber deine Rezension bestärkt mich auch nur wieder in meiner Meinung, dass man "Liebe geht durch alle Zeiten" durch aus in drei Teilen hätte abdrehen können, diese aber in einem rutsch hätte machen sollen und diese Trilogie nicht in die Kinos stopfen sollte sondern als eine gut beworbene Fernsehtrilogie hätte ausstrahlen sollen. Das wäre der Sache besser bekommen. So ist das ganze einfach "zu klein" für die Kinosäale :D

    Gruß von der Spielkarte
    Nine Spades

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    1. Natürlich kann man das nicht vermeiden und da ein Buch, dass ja viel vom Erzählstil lebt, nicht unbedingt immer genug Spannung mit sich bringt, ist mir auch klar, aber man hätte doch nicht unbedingt so viel dazuerfinden müssen, sondern einfach die gesamte Geschichte aus allen drei Bänden verfilmen können. Vor allem im dritten Teil kommt ja genug Spannung für eine filmreife Handlung auf,
      Bücher zu Filmem mag ich irgendwie nicht :/.
      Wobei man da natürlich immer noch mehr aus der Geschichte rausholen kann.

      Eine Fernsehtrilogie wäre vermutlich eine gute Sache! Da stört es auch nicht allzusehr, wenn im ersten Teil nicht gleich so viel Spannugn aufkommt, wie in einem einzelnen Film.

      Viele Grüße =)
      Charlie

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  3. Ich fand den Film eigentlich tatsächlich ganz nett, denn ich konnte mit der Einstellung "Das ist was anderes!" reingehen und wurde dann sogar überrascht, dass es doch einige viele Zusammenhänge gab. Bis zu einem bestimmten Punkt konnte man mitverfolgen, was im ersten Band passiert, und ab da, wo andere Handlungsschritte dazukommen, merk man richtig, dass das nicht von unserer Kerstin Gier kommt sondern von jemand filmig tätigem (das ist zwar kein Deutsch, aber ich glaube du verstehst was ich meine xD).

    Jada

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    1. Da beneide ich dich! Ich werde einfach den Gedanken an die Buchvorlagen nicht los :/.
      Klar, man kann es auch so sehen, dass erstaunlich viel NICHT verändert wurde, aber mir fallen halt immer eher die negativen Sachen auf :D


      LG =)

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  4. Salut, Charlie.
    Einen Roman zu verfilmen - daran sind schon manche krachend gescheitert. Andere erschaffen ein Meisterwerk, das sich dennoch von der Vorlage emanzipiert hat. Das Glück einer idealen Zusammenarbeit bleibt wohl ausschlaggebend.
    Für einen Roman ist im Ideal der Fälle nur eine einzige Person wichtig. Jede Adaption läßt danach Kohorten an Mitwirkenden auftauchen.
    Geniale Verfilmungen sind demnach eher die Ausnahme.

    Ob künstlerische Freiheiten eine Umsetzung bereits ad absurdum führen, bleibt eine Streitfrage - seit es Film gibt.
    Der Genreklassiker 'Blade Runner' hat mit der Vorlage von Dick ("Do androids dream of electric sheep") nicht viel gemein. Er erschafft aber - die Intensionen des Romans beibehaltend - ein eigenes, überwältigendes Universum.
    Im Gegenzug hält sich eine Serie wie "Game Of Thrones" eng an die Romane; und Fans können ihr Glück nicht faßen, weil alles(!)funktioniert.

    Aber all die Theorie beiseite gewischt - wichtig bleibt, daß eine gute Geschichte überzeugend erzählt ist. Wie auch immer.
    'Rubinrot' ist das wohl nicht wirklich geglückt. :-)

    Von Dir eine angenehm ausführliche Betrachtung hierzu. Chapeau!

    bonté

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    1. Bonjour RoM ;),

      oh ja, gescheitert sind bei diesem Versuch wohl wirklich schon viele, doch ich kenne auch einige sehr gute Beispiele, allen voran "The Perks Of Being A Wallflower", der mich erst dazu gebracht hat, das Buch zu lesen, das mich dann beim ersten Lesen fast enttäuscht hat, weil die Verfilmung die Erwartungen sehr hochgeschraubt hat.
      Auch gegen sehr freie Interpretationen literarischer Werke, beispielsweise der neuen Sherlock-Holmes-Filme habe ich durchaus nichts. Ich finde sie sogar gelungener als viele der Bücher! Es kommt halt nur darauf an, ob man den Film von vornherein als komplett anderes Werk, dass sich nur an der Vorlage orientiert (wie Holmes), sehen kann, oder ob es sich als Verfilmung ausgibt und dabei (wie in "Rubinrot") viel Charme verloren geht. In diesme Fall würde ich immer eher die Bücher empfehle und habe Angst, dass einige denken, wenn sie den Film kennen, brauchen sie das Buch nicht mehr lesen.


      Die Anzahl der beteiligten Menschen hat wohl auch viel mit der Qualität des Werks zu tun. Einem Autor redet selten jemand in seinen Schreibprozess rein, doch beim Film müssen Kompromisse geschlossen werden und es wird versucht, die verschiedenen Vorstellungen verschiedener Leser zu vereinen (beispielsweise in der Besetzung) was oft schiefläuft. Ein Buch lässt (dank Kopfkino) oft mehr Interpretationsspielraum, da dort nichts so genau beschrieben werden kann, wie man es im Kino vor sich sieht.
      Ich bevorzuge eher das Kopfkino ;).

      Was GoT angeht, kann ich wirklich nicht mitreden, doch die Reihe wartet auf meinem ereader bereits darauf, gelesen zu werden ;).

      Vielen Dank für dein Kompliment und den ausführlichen und interessanten Kommentar zum Thema Buchverfilmungen! Der Ausdruck "Chapeau" wird übrigens meiner Meinung nach viel zu selten verwendet ;).

      À bientôt (hoffentlich ;))!
      Charlie

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  5. Darauf warte ich ja jetzt schon eeeewig :D. Ich hab den Eindruck, ich hab das Buch nicht sehr gründlich gelesen (hab es bloß überflogen, weil ich ja doch großteile kannte), trotzdem bleibt es bei meiner Meinung, dass der Film toll ist und dabei widerspreche ich Dir in beinahe allen Punkten :D Was mir genauso wie dir gefehlt hat, warn James und Mr. Whitman. Dafür fand ich die Schauspieler aber total Typbesetzt(absolut nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, aber eine interessante Atmosphäre). Die Inszenierung an sich fand ich auch absolut genial, was mich dabei störte, war allenfalls Gideon, den fand ich zu nett und trotzdem noch nervtötend :D. Außerdem konnte ich bei diesem Film einfach toll zwischen Buch und Film differenzieren, weil ich das Buch noch nicht RICHTIG gelesen hatte, gerade wenn einem Details fehlen und die anderen Bände nicht kennt, fällt es leicht, den FIlm toll zufinden und die Umsetzung finde ich eigentlich gelungen, gerade wegen der Kulissen, aber vielleicht sogar ein bisschen, weil der Film eine andere Sichtweise auf die Geschichte gibt, traurig finde ich aber, dass man, wie du sagst, so viel geänsert hat, dass es stört...
    LG, Hannah

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    1. Tja, ich hab vermutlich auch den Fehler gemacht, das Buch (zumindest zur Hälfte) davor noch einmal zu lesen :/.
      Und ich hänge immer sehr an der Buchvorlage!
      Allerdings finde ich den Film auch als Film nicht sehr berauschend, weil die Geschichte einfach enorm kitschig und wirr ist :/
      Gideon - zu nett? Der ist doch am Anfang tausendmal arroganter als im Buch und das nennst du nett? :D
      Die Kulisse fnad ich auch wirklich gelungen, aber du solltest die anderen Bücher wirklich lesen (auch wenn der Film schon zu viel verrät -.-) weil sie echt klasse sind!!

      LG =)
      Charlie

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  6. Eine sehr schön ausführliche Kritik hast du da geschrieben :)
    Dass wichtige Nebenfiguren einfach ignoriert worden sind, fand ich auch sehr schade. Vor allem die Geschichte um den kleinen Robert herum, die so niedlich und traurig ist, hätte ich mir gewünscht.
    Die Darstellung von Tante Maddi fand ich dagegen ein bisschen... lächerlich? Als sie diese Vision hatte, war das so überzogen gespielt, dass man es nicht wirklich ernst nehmen konnte. Von daher fand ich sie auch nicht so super besetzt.
    Kostja Ullmann als James war mein persönliches Highlight :D
    Ansonsten kann ich ich dir rundum zustimmen. Mir als unkritische und relativ anspruchslose Filmrezipientin hat das Gucken aber trotzdem Spaß gemacht ;D

    Liebe Grüße
    MelMel

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    1. Roberts Geschichte hat mir auch gefehlt, weil sie einfach auch so viel über Dr. White aussagt. Vermutlich haben sie das geändert, weil Robert ja sonst im Jahr 1945 oder wann das war noch gar nicht gelebt haben und Gwen gerettet haben konnte...
      Allerdings hätte Gwen eigentlich auch nie in das Jahr 1994 reisen können, weil sie da ja schon geboren war.
      Hm okay, jetzt wo du's sagst war das wirklich etwas übertrieben, aber ansonsten finde ich Katharina Thalbach absolut passend.
      Hm, ich hätte mir gewünscht, dass James noch etwas mehr vorkommt ;).

      Liebe Grüße =)

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    2. Ja, mit Logik haben die da nicht wirklich argumentiert :) Aber Dr. White kam ja auch nur so ganz kurz am Rande vor, ich nehme an, die Geschichte wurde (leider) einfach wegrationalisiert.
      Joa, ansonsten war sie schon ganz nett so :) Ich find sie halt so niedlich und Maggie soll eher mysteriös sein. Aber vielleicht liegt meine leichte Abneigung auch nur daran, dass ich sie kurz vorher in der Rolle von Angela Merkel gesehen habe und mich diese Gegenüberstellung verwirrt xD
      Ich hoffe doch, dass James in den Folgefilmen noch ein bisschen mehr vorkommt :)

      Auf deinen Kommi-Marathon (danke dafür :D ) bei mir antworte ich dir einfach gesammelt hier :D
      'Groupies bleiben nicht zum Frühstück' ist so ein typischer Mädchen-Film, den muss man doch mögen, wenn man selbst mal Teenie-Träume hatte :D Und ja, du brauchst das Bruno-Mars-Album. Es ist toll (und wenn das von mir kommt, will das was heißen^^) :D

      Ja, ich verfolge den Lauf deines Tags auch ganz begeistert :D Bestimmt ein cooles Gefühl, den überall auftauchen zu sehen :D Oooooh, ich mag Klaviermusik ja auch so gerne *.* Die Version ist super schön - ich überlege grade, sie mir als Klingelton auf meinem Handy einzustellen :D
      Naja, ich bin halt kein Keira Knightley - Fan. In 'Kick ist like Beckham' mag ich sie aber noch :D

      Dirty Dancing 2 gibt es, natürlich :D Grob geht es auch wieder um ein reiches Mädchen, das einen armen Tänzer trifft und dann tanzen sie halt so rum :P Aber es spielt in Kuba mitten im Bürgerkrieg, was erstens super coole Latin-Musik bedeutet und zweitens die ganze Geschichte voll spannend macht. Nix schmalzig! :D

      Übertrieben finde ich dieses Gender-Gedöns auch :P Das hat meiner Meinung nach auch nix mehr mit Emanzipation zu tun, sondern nur mit Haarspalterei.
      Nein, gratulieren braucht mir keiner. Ich will Mitleid! :D
      Stupideida ist super lustig :D Bei Langeweile absolut zu empfehlen :)
      Nachtara gabs zu meiner Zeit noch nicht :D

      So, jetzt reichts aber :D
      Allerliebste Grüße
      MelMel

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    3. Hm, das stimmt wohl. Dr. White spielt allgemein keine allzu große Rolle, aber ich mag ihn trotzdem irgendwie.
      Zumindest James hätten sie aber wirklich öfter vorkommen lassen können!
      Angela Merkel xD? Also ich finde, Maddie muss sympathisch-verrückt aussehen und das tut Katharina Thalbach doch irgendwie :)

      Wieso will das was heißen? Magst du Musik etwas sonst nicht xD?

      Hihi, das ist der einzige Grund, warum ich Klavier spiele ^^. Ich höre es so gerne und wünsche mir immer, das auch zu können!

      In "Kick it Like Beckham" ist sie toll! Aber auch sonst *böseanguck* :D!

      Liebe Grüße =)

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    4. Ich mag ihn auch :D
      Jaaa, in irgendeiner Sat.1- oder Pro7-Produktion hat sie Angela Merkel parodiert, deshalb hab ich sie noch so im Kopf :D

      Also, Musik finde ich ganz furchtbar. So viele Töne und Melodien...schrecklich.
      xD Nein Quatsch^^ Aber Bruno Mars ist mir eigentlich immer ein bisschen zu schmalzig, deshalb ist es schon irgendwie was besonderes, wenn mir nicht nur mal so ein Lied von ihm gefällt, sondern das ganze Album :D

      Haha :D Der Brief, den ich veröffentlicht hab, ist auch etwa die 5. Fassung. Ein bisschen was musste dann doch eher kryptisch umschrieben werden, um für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden zu können. Aber die Aktion ist ja auch nur zu 30% für andere und zu 70% für den Briefeschreiber selbst. Von daher - mach auf jeden Fall mit, wenn du willst :D (Wobei du ja mit Tags eigentlich immer eher überversorgt bist und von daher sowieso schon viel zu tun hast) :)

      "Sturmhöhe" finde ich bisher ein wenig seltsam. Ich bin zwar erst auf Seite 100 oder so, aber die Verwandtschaftsverhältnisse verwirren mich schon jetzt. Bisher habe ich auch leider noch keinen Sympathieträger entdeckt. Heathcliff tut mir aber voll leid! Wie soll der auch normal werden bei so einer Kindheit? :/

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    5. Ich werde bei der Briefe-Aktion auf jeden Fall mitmachen! Und dann zensiere ich die zu persönlichen Teile einfach ;).

      Mir geht es genau wie dir, weshalb ich das Buch auch abgebrochen habe (irgendwann wage ich wohl nochmal einen zweiten Versuch...). Was die Verwandschaftsverhältnisse angeht habe ich zum Glück eine Ausgabe mit Stammbaum :D und auf Wiki gibt es auch eine. Aber mir sind die Figuren auch allesamt unsympathisch und obwohl Heathcliff einem am Anfang leid tut, entschuldigt das wirklich nicht sein Verhalten von später!
      Naja, irgendwann gebe ich diesem Buch wohl noch mal eine Chance, aber bestimmt nicht in nächster Zeit...

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  7. Muss ich noch viel dazu sagen? Du kennst ja meine Meinung schon und deine kann ich auch nur komplett unterschreiben ;)
    Ich finde übrigens auch, dass sie lieber alle drei teile auf einmal hätten verfilmen sollen, aber leider muss man ja aus allem immer so viel geld herausholen wie nur möglich -.-
    Warte nur mal, falls sie die anderen beiden auch noch verfilmen, werden sie teil 3 bestimmt noch mal aufteilen, weil der ja so dick ist *hust*

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    1. Stimmt, ich hab dir ja auch schon geschrieben, dass ich dir zustimme :):
      Tja, Geld regiert nunmal die Welt und natürlich versuchen die Leute, immer so viel Kapital wie möglich aus einem Projekt zu schlagen :/.
      Oh nein, wenn sie das machen, boykottiere ich den Film!!! Schlimm genug, dass sie das bei Panem machen, aber da passiert immerhin mehr als in "Smaragdgrün"...

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  8. Sehr interessant - bei Büchern könnten unsere Meinungen oft nicht unterschiedlicher sein [und bei den Besetzungen von Charakteren in Filmen...und bei Schauspielern...], aber beim Thema Buchverfilmungen ähneln sich unsere Meinungen, scheint mir ;) Katharina Thalbach fand ich auch genial, Jannis Niewöhner im Gegensatz zu dir zwar hübsch genug, ABER viel zu arrogant. Mindestens dreimal so arrogant wie im Buch, schrecklich -.- Und diese Details, die einfach nicht in den Film gehören, hach. Die Begeisterung mancher für den Streifen kann ich echt nicht nachvollziehen. Gut beschrieben, was auch ich gedacht habe ;)

    Oh und übrigens...ich habe dich mal getaggt. Unglaublich, aber wahr: ICH! Bin selbst noch ganz hin & weg :D
    http://back-to-heaven-on-earth.blogspot.de/2013/04/etc-ein-filme-tag.html

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    1. Wobei wir uns auch bei vielen Büchern einig sind :D. Ich vertraue jedenfalls immer auf dein Urteil - sowohl bei Filmen als auch bei Büchern ;).
      Oh ja, er war wirklich viel zu arrogant, aber wenn man den Film mal einzeln betrachtet, fand ich auch den Gideon, wie er dort gezeichnet wurde, nicht schlecht. Nur ging mir die Wandlung halt etwas zu schnell.

      Wow, danke, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet ^^. Ich hab ihn auch schon kommentiert - vermutlich kommt er zum nächsten Tag-Tratsch am Mittwoch online ;).

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  9. Ich verstehe nicht, wieso die meisten Leslies Schauspielerin so schlecht finden. Klar so herausragend war sie jetzt auch wieder nicht, aber ich hab ihr ehrlich gesagt ihre Rolle mehr abgekauft als die "Vision" von Tante Maddy, deren Schauspielerin zwar ansonsten ziemlich gut war, aber bei dieser Szene wäre ich vor lachen fast am Popcorn erstickt xD
    Bei Gideon stimme ich dir vollkommen zu. Gut aussehend... Nichts gegen den Schauspieler, aber naja ist wohl auch nicht so ganz mein Typ.
    Um ehrlich zu sein fand ich die schauspielerische Leistung von Laura Berlin am besten.

    Liebe Grüße,
    Maggi :D

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    1. Ich auch nicht! Klar, ich rege mich sonst auch auf, wenn die Schauspieler vom Aussehen her nicht passen, aber ich finde trotzdem, dass sie Leslies Charakter ziemlich gut rüberbringt.
      Okay, die Szene war wirklich etwas seltsam :D, aber so vom Aussehen her hätte ich mir Tante Maddy ähnlich vorgestellt.
      Puh, gut zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, die Jannus nicht so toll findet :). Spielen tut er aber recht gut!
      Stimmt, die passt auch perfekt als Charlotte!

      LG =)
      Charlie

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  10. Hallöchen,
    ich wollte dir nur mal kur Beschied sagen, dass wir dir einen Award verliehen haben-> klick

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  11. Falls oben Link im Wort nicht klappt-> http://bookmoiselles.blogspot.de/2013/04/ihr-werdet-nie-nerven-award.html
    Dann wünsche ich dir mal noch Liebe Grüße :D

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Liebe Grüße und hau in die Tasten :D!
Charlie