[Aktion] Harry-Potter-Lesemonat bei Dreamcatchers - Nachtrag vom Juni

Charlie | Donnerstag, 16. Juli 2015 |


Ich bin wirklich eine fürchterliche Bloggerin (Ich habe gerade gesehen, dass ich seit beinahe einem Jahr meistens nur einmal pro Monat poste.) und schaffe es nie, irgendetwas dann zu veröffentlichen, wenn ich es schreibe, oder dann zu schreiben, wenn ich auf die Idee komme, es zu schreiben - Ergibt das irgendwie Sinn?

Wie auch immer, ich habe schon vor einiger Zeit bei der lieben Lena von Dreamcatchers Rezensionen eine tolle Aktion gesehen, an der ich mich sehr gerne beteiligen wollte: Die Harry-Potter-Lesemonate.
Da ich, wie ich auf unserem Projektblog vor einigen Monaten erwähnt habe, seit Anfang des Jahres ein richtiger Potterhead geworden bin und mich nun bemühe, alle Bücher auf Englisch noch einmal zu lesem, kam mir diese Aktion sehr gelegen, zumal ich mittlerweile nur noch wenige Dinge lieber tue, als mit anderen Menschen über Harry Potter zu reden ;).

Falls doch jemand zu faul war, auf den Link zu klicken: In den Harry-Potter-Lesemonaten werden, wie man sich beim Namen sicher schon denken kann, die einzelnen Harry-Potter-Bücher noch einmal gelesen - sogar mit einem Lese- und Filmabend - und Lena stellt dazu thematisch passende Fragen, die jeweils nach Beenden des Buches beziehungsweise jeden Sonntag beantwortet werden sollen.
Da regelmäßiges Bloggen bei mir aber, wie man bereits sieht, nicht wirklich drin ist, habe ich mich entschieden, jeweils einen Sammelpost zu schreiben, den ich aber im Juni komplett vergessen habe, weshalb ich ihn jetzt nachzuholen gedenke.

Eigentlich gehe ich davon aus, dass jeder Harry Potter gelesen oder zumindest die Filme gesehen hat oder die Geschichte irgendwo anders gehört hat, aber ich sage es trotzdem: In diesem Post können Spoiler über die Handlung der Bücher enthalten sein. 


Im Juni ging es beim Harry-Potter-Lesemonat um die ersten beiden Bände, also um "Harry Potter und der Stein der Weisen" und "Harry Potter und die Kammer des Schreckens". Beide hatte ich bereits vor Juni diesen Jahres schon ein zweites Mal gelesen (und mir in dieser wunderschönen Ausgabe gekauft), weshalb ich die von Lena gestellten Fragen jetzt einfach für beide Bücher beantworte:



Harry Potter and the Philosopher's Stone/
Harry Potter und der Stein der Weisen


Eine Rezension werde ich auf meinem Blog nicht extra posten, da ich beim Schreiben der Rezi für Lovelybooks gemerkt habe, wie schwer es mir fällt, meine Meinung zu Harry Potter jetzt, wo ich die Reihe endlich beendet habe und sie mich wirklich sehr mitgenommen und berührt hat, in vernünftige Worte zu fassen. Es ist aber vielleich ganz interessant zu wissen, dass es auf Lovelybooks zwei Rezensionen von mir gibt, einmal eine extrem kurze und zugegeben nicht besonders aussagekräftige von vor vier Jahren und einmal eine von vor zwei Monaten, diesmal zur englischen Ausgabe. Das Witzige ist hier, dass ich die ersten Bände, wie man sieht, beim ersten Lesen gar nicht so sehr mochte und nur vier Sterne gegeben habe, das Buch beim zweiten Lesen, mit dem ganzen Wissen um alles, was in der Reihe noch passiert, dann aber mit ganz anderen Augen gesehen habe.


Weiter geht es mit Lenas Fragen:

1.) Was willst du zum Buch allgemein sagen? & 2.) Was hat dir besser oder schlechter gefallen als beim ersten Lesen?
So ziemlich genau das, was ich oben bereits angeschnitten habe: Ich finde es erstaunlich, wie sehr sich meine Meinung zu diesem Buch im Laufe der Jahre und beim zweiten Lesen geändert hat. Am Anfang fand ich den ersten Band nicht so aufregend, denn ich hatte - Ja, Schande über mich! - den Film schon gesehen, wusste also, was passieren würde, kannte aber die letzten Bände noch nicht. Ich fand das Buch zwar süß und mir sind durchaus die vielen Details aufgefallen, die es, im Gegensatz zum Film enthält, aber umgehauen hat es mich nicht.
Nun, vier Jahre später, habe ich die Reihe mittlerwele zu Ende gelesen und besonders die letzten Bände haben mich emotional sehr mitgenommen und begeistert. Wenn ich jetzt "Harry Potter und der Stein der Weisen" lese, muss ich bei jeder Person daran denken, wie sie sich im Laufe der Reihe noch entwickeln wird, was mit ihr noch passieren wird; mir fallen so viele Kleinigkeiten auf, die bereits auf Umstände hindeuten, die erst viel später erklärt werden; es gibt so viele Dinge, die ich Harry und seinen Freunden jetzt schon so gerne sagen würde. Das gibt einem gleich einen viel emotionaleren Blick auf das Buch und hat mit dafür gesorgt, dass es mir so gefallen hat.
Außerdem freue ich mich immer wieder über die vielen kleinen Details und teilweise sehr humorvollen Dialoge und Bemerkungen, die ich in den vier Jahren wieder vergessen hatte und die dafür sorgen, dass das Lesen doppelt Spaß macht.

3.) Deine liebste und die schlechteste Szene?
Bei der liebsten Szene muss ich nicht lange überlegen. Ich finde die meisten Szenen mit Hermine in den ersten beiden Bänden große Klasse, sei es die Begegnung mit Ron im Zug oder die Stunde in Zauberkunst, in der Hermine Ron die Aussprache von "Wingardium Leviosa" beibringt oder aber die Szene, in der Hermine Harry und Ron entrüstet erklärt, von der Schule verwiesen zu werden sei schlimmer als zu sterben. Hermine ist ohnehin eine meiner Lieblingsfiguren, aber in den ersten beiden Bänden ist sie einfach zum Schießen. Da haben die Filme, muss ich sagen, auch einen wirklich guten Job gemacht. Emma Watson spielt Hermine einfach hervorragend und teilweise sind im Film sogar Szenen und Sätze drin, die es in den Büchern nicht gibt, die aber super reinpassen.
Toll finde ich aber auch das Schachspiel am Ende, in dem Ron sich quasi für Harry und Hermine opfert, weil es zeigt, wie mutig und auch klug er ist. Diese Seite von ihm wird von viel zu vielen Leuten vergessen, dabei ist Ron nicht ohne Grund in Gryffindor.
Eine weitere Lieblingsszene ist für mich die Feier in der Großen Halle ganz am Ende, als Dumbledore Neville Punkte verleiht, weil er sich Harry, Ron und Hermine in den Weg gestellt hat, und Gryffindor deshalb den Hauspokal gewinnt. Erstens freue ich mich da immer total für Neville und zweitens sind das weise Worte von Dumbledore: "Es verlangt einiges an Mut, sich seinen Feinden entgegenzustellen, doch genauso viel, den eigenen Freunden in den Weg zu treten."
Eine schlechteste Szene fällt mir jetzt spontan nicht ein.

4.) Liebste Figur und gehasste Figur?
Meine Lieblingsfigur in diesem Band ist ganz klar Hermine, nicht nur, weil sie klug und mutig ist oder weil ihre besserwisserische Art sehr unterhaltsam sein kann, sondern auch, weil ich mich sowohl mit ihren guten als auch ihren schlechten Eigenschaften teilweise sehr gut identifizieren kann.
Dumbledore und Hagrid finde ich aber auch toll. Dumbledore, weil er für die besten Zitate verantwortlich ist, und Hagrid, weil er einfach so unglaublich lieb zu Harry ist und ich die Vorstellung immer so süß finde, dass so ein Bär von einem Mann so emotional sein kann, sei es wenn es um Harry oder auch um seine vielen magischen Geschöpfe geht.
Bei der meist gehassten Figur kann ich mich nicht ganz zwischen Snape und Malfoy entscheiden. Beide zeigen ja im Laufe der Reihe noch andere Seiten, aber im ersten Teil sind beide einfach unausstehlich.
Edit: Julias Post hat mich daran erinnert, dass ich doch tatsächlich die Dursleys vergessen habe. Die sind natürlich auch furchtbar.

5.) Beste Zitate?
Siehe Punkt 3.).


6.) Was denkst du über den Stein der Weisen? Sollte so etwas in unserer Welt existieren?
Ich denke über den Stein der Weisen, was ich über jede fiktive (oder auch, wenn es sie gäbe, reale) Möglichkeit, unsterblich zu sein, denke: Ich persönlich würde niemals unsterblich sein wollen. Erstens, weil ich glaube, dass das Leben gerade dadurch, dass es kurz und einmalig ist, eine besondere Bedeutung bekommt, und zweitens, weil ich dann ständig geliebte Menschen verlieren würde und nie die Chance auf ein normales Leben hätte, weil ja alle anderen altern und sterben. Oder aber ich müsste sie auch unsterblich machen, was aber das Problem mit sich brächte, dass sie wiederum auch Freunde und Verwandte haben, die sie nicht verlieren wollen - Ihr seht, worauf es hinausläuft. Also nein, ich finde nicht, dass man den Stein der Weisen unbedingt bräuchte.
Außerdem kann der Stein ja noch irgendwas in Gold verwandeln, nicht wahr? Nun, dass das nicht gut für unser Wirtschaftssystem wäre :D, glaube sogar ich zu verstehen, obwohl ich von Wirtschaft wirklich keine Ahnung habe.



Harry Potter and the Chamber of Secrets/
Harry Potter und die Kammer des Schreckens


Auch hier gilt für die Rezension, was auch für die Rezensionen zum ersten Band gilt: Es gibt sowohl eine alte Rezension, die ich hier aber diesmal nicht verlinken werde, weil sie nur aus ca. drei Sätzen besteht und quasi keine Aussage hat, als auch eine neue.

1.) Was willst du zum Buch allgemein sagen?
Was mir bei "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" immer auffällt, ist, dass es der einzige der sieben Bände ist, dessen Titel nicht wörtlich übersetzt wurde. Gut, "Deathly Hallows" und "Heiligtümer des Todes" ist vielleicht auch nicht exakt das Gleiche, aber zwischen "Secrets", also Geheimnissen, und "Schrecken"   gibt es ja wohl einen Unterschied. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass "Schrecken" in diesem Fall auch irgendwie cooler und prägnanter klingt und inhaltlich ja auch Sinn ergibt.

2.) Was hat dir besser oder schlechter gefallen als beim ersten Lesen?
Das ist wirklich schwer zu sagen, da ich mich ja kaum noch an das erste Lesen erinnere. Ich denke, es ging mir auch hier ungefähr so wie beim ersten Band (s.o.).

3.) Deine liebste und die schlechteste Szene?
Irgendwie möchte ich bei Harry Potter-Büchern gar keine Szenen als schlecht bezeichnen :( ^^.
Einige meiner Lieblingsszenen in diesem Band haben mit den Weasleys zu tun, besonders der Anfang, an dem Harry einen Teil seiner Ferien bei Rons Familie verbringt und sich dort so richtig Zuhause fühlt, was ja bei den Dursleys nie der Fall ist. In diesem Momenten tut er mir immer so richtig leid. Überaus unterhaltsam sind auch Mr. Weasley mit seiner Muggel-Begeisterung und Mrs. Weasley mit ihrer Vorliebe für die Dumpfbacke Gilderoy Lockhart :D. Eine meiner Lieblingsmomente ist der, als Fred, George und Ron Harry mit dem fliegenden Auto abgeholt haben und Mr. Weasley erst total begeistert fragt, wie es denn so war, und dann, weil Mrs. Weasley sauer ist, halbherzig mit ihnen schimpft. Klasse ist auch der Heuler, den Mrs. Weasley Ron nach Hogwarts schickt, wobei ich den im Film sogar noch witziger finde, weil er da ja auf einmal von Brülle zu Säulseln umschwenkt, als er sich an Ginny wendet, was wirklich sehr lustig aussieht.
Lockhart ist auch unterhaltsam, weil er zwar unglaublich eingebildet und nervig, aber auch sehr gewitzt ist. Klasse finde ich auch die vielen Andeutungen, dass auch Hermine ein bisschen in ihn verknallt ist und daher auf ihn reinfällt. Eine meiner Lieblingsszenen ist die am Ende, als er selbst nicht mehr weiß, wie er heißt, weil sein eigener Verwirrungszauber auf ihn abgeprallt ist.
Im Film ist übrigens meine Lieblingsstelle die, in der Ginny in den Raum kommt, Harry dort sitzen sieht, große Augen bekommt und sofort wieder wegrennt. Das sieht einfach wunderbar komisch aus.

4.) Liebste Figur und gehasste Figur?
Hermineeeeee, mit der gleichen Begründung wie letztes Mal. Außerdem Mr. und Mrs. Weasley, die beiden sind einfach so schrullig und herzensgut und sehr unterhaltsam mit ihren Eigenarten. 
Hassen tue ich immer noch Snape und Malfoy, logischerweise auch Tom Riddle, wobei Voldemort eigentlich nie meine absolute Hassfigur war. 
Zwiegespalten bin ich übrigens bei Dobby, der mir am Anfang tierisch auf die Nerven geht, weil er Harry so das Leben schwer macht, auch wenn er natürlich einen guten Grund hat. Je mehr man über die katastrophalen Lebensbedingungen von Hauselfen (oder zumindest von Dobby) rausfindet, desto mehr tut er einem aber auch leid. Besonders süß fand ich immer Dobbys Rührung, wenn Harry ihm beispielsweise anbietet sich zu setzen - für Harry eine total normale Geste der Höflichkeit, für Dobby jedoch eine große Ehre. Überhaupt ist es total süß, wie naiv und von Natur aus herzensgut Harry teilweise in der Welt der Zauberer unterwegs ist.

 5.) Beste Zitate?
Oh da habe ich mir diesmal ehrlich gesagt keine rausgeschrieben. Muss ich beim drittend Band wieder drauf achten!

6.)Wie stehst du zum Thema "Schlammblüter" und "Reinblüter"? Findest du man kann dieses Thema auf unsere Welt übertragen?
Ich bin ja der festen Überzeugung, dass Harry Potter mit Absicht gewisse Parallelen zum Nationalsozialismus aufweist, gerade im siebten Band, als Voldemort "Schlammblüter" gezielt verfolgen lässt und im Ministerium ja sogar Broschüren gedruckt werden, in denen es darum geht, wie gefährlich Muggel sind und dass die Zauberer ihre natürliche Herrschaft über die Welt erlangen sollten oder so ein Kram. Mich jedenfalls erinnert das stark an die Rassentheorie der Nazis mit den "Ariern" und den Juden als "Menschen zweiter Klasse". Dort gab es ja dann auch Regelungen, bei welcher Abstammung man als Jude behandelt wurde und wann noch nicht, so wie in HP ja auch Kinder, deren eines Großelternteil Muggel war, immer noch als Halbblut gelten. (Das habe ich eh nie verstanden.)
Allgemein denke ich, dass man diese Begriffe - "Schlammblüter" und "Reinblüter" - auch sehr gut auf Rassismus in unserer Welt übertragen kann.




Zusatzaufgaben


Welcher der drei Charaktere (Harry, Ron, Hermine) ist dein Favorit. Stelle ihn näher vor.
Hier muss ich, wie ihr euch vielleicht schon denken konntet, nicht lange überlegen, um mich für Hermine zu entscheiden. 
Ich denke mal, jeder, der diesen Post bis zum Ende durchgehalten hat, kennt Hermine, und wenn nicht, dann würde ich euch dringend die Bücher, die Filme und - wenn ihr es eilig habt - das Harry Potter Wiki (Das englische ist übrigens viel besser.) empfehlen, um die wichtigsten Infos über sie nachzulesen, denn ich werde mich jetzt darauf konzentrieren, wieso sie meine Lieblingsfigur aus dem "Goldenen Trio" ist. 

Wie bereits erwähnt, mochte ich Hermine schon immer, weil ich mich besonders gut mit ihr identifzieren konnte. Ich habe mich total gefreut, dass eine so wichtige Figur aus einer so bekannten Buchreihe genau so ein kleiner Streber ist wie ich ^^ - Immerhin gibt es genug Leute, die sich über andere lustig machen, die die Schule ernstnehmen und sich immer Mühe geben. 
Außerdem bin ich ein Fan von starken Frauenfiguren, die trotzdem auch ihre verletzliche Seite haben und nicht nur einen auf große Kriegerin machen und genau so eine Figur ist Hermine. Sie ist intelligent, mutig und stark, kämpft an der Seite der anderen, setzt sich für andere (z.B. die Hauselfen) ein und findet nicht selten die Lösung für die kompliziertesten Probleme, doch sie zeigt auch oft genug ihre Gefühle, sei es ihre Freundschaft zu Harry oder aber ihre romantischen Gefühle für Ron. Teilweise können ihre Emotionen sie dann auch mal überwältigen und ausflippen lassen und sie bleibt durchaus nicht immer cool und vernünftig. Insbesondere im sechsten Band hat sie eine seeehr pubertäre Phase.
Auch ihre Intelligenz und ihr Ehrgeiz stehen ihr öfters im Weg, beispielsweise im ersten Teil, in dem sie oft extrem besserwisserisch ist und es deshalb schwer hat, Anschluss bei Harry und Ron zu finden, oder aber in Situationen wie im sechsten Band, als Harry durch das Buch des Halbblutprinzen plötzlich besser in Zaubertränke ist als sie und sie trotzdem verbissen bei ihren alten Methoden bleibt, weil die so im Lehrbuch stehen, statt auch mal etwas Neues auszuprobieren. An dieser Stelle sei folgender Tumblr-Post (Die Schrift ist in der WebVersion sehr klein, ihr müsst die Seite also vergrößtern.) empfohlen, der sehr gut zusammenfasst, wieso Hermine eindeutig eine Gryffindor und keine Ravenclaw ist.

Insgesamt kann man also festhalten, dass Hermine eine meiner Lieblingsfiguren der Reihe ist, weil sie sowohl eine starke Frauenfigur und ein tolles Vorbild ist, als auch sehr menschlich und authentisch wirkt, weil auch sie ihre Schwächen hat.

Und wieso nicht Harry oder Ron? 
Ich weiß nicht genau warum, aber ich konnte Harry nie so richtig leiden. Nicht, dass er mich durch irgendetwas Spezielles nerven würde (außer im fünften Band, da nervt er wirklich), ich fand ihn einfach nie besonders aufregend. Klar, er ist etwas besonderes, denn er ist ja "Der Junge, der überlebte" und der Auserwählte und schafft extrem viel, was die anderen nicht schaffen, aber charakterlich fand ich ihn nie so wirklich aufregend - was im Grunde auch gut ist, denn es zeigt, dass der Held eines Buches nicht immer unbedingt der Charmanteste oder Intelligenteste oder Witzigste sein muss.
Ron mag ich da schon viel mehr; einerseits, weil er durch seine leicht verpeilte Art öfters für Unterhaltung sorgt, andererseits, weil er, wenn es drauf ankommt, auch immer Mut beweist und sich für seine Freunde opfern würde, wenn es nötig wäre (sogar schon mit verdammten 11 Jahren!!!). Das Zeug zur Lieblingsfigur hatte er bei mir trotzdem nie so richtig; vielleicht, weil ich mich mit ihm einfach persönlich nicht identifizieren konnte.


Heldentum - Welches Buch in deinem Regal hat die besten Helden?
Ehrlich gesagt kann ich den Begriff "Held" nicht leiden. Das weckt bei mir immer das Bild eines perfekten und perfekt aussehenden Superhelden, der total selbstlos durch die Weltgeschichte fliegt und jeden Bösewicht besiegt - nur, dass die Realität nicht so aussieht. Helden sind im Alltag oft viel unauffälliger, Helden definieren sich für mich auch nicht danach, wie vielen Menschen sie helfen oder dass sie die meistgesuchten Kriminellen der Welt zur Strecke bringen; Helden sind für mich auch schon Menschen, die im Kleinen versuchen, etwas zu bewegen. Wenn ich mir so mein Regal angucke, fällt mir da aber so spontan niemand ein.
Daher entscheide ich mich für Tris aus "Die Bestimmung", die schon eher der klassichen Definition des Begriffes entspricht. Ich habe sie in der Reihe immer für ihren Mut und ihre Selbstlosigkeit bewundert, denn sie stellt die Bedürfnisse und das Leben anderer meist über ihre eigenen/ihr eigenes.


Alohomora - Welche Bücherwelt würdest du gerne durch eine offene Tür betreten?
Zamonien aus den Büchern von Walter Moers. Diese Welt ist einfach so dermaßen ausgeflippt und lustig, da gäbe es sicher immer etwas zu entdecken. Die Zaubererwelt aus "Harry Potter" hätte sicher auch etwas, aber ich glaube, als Muggel hätte ich da nicht ganz so viel Spaß wie in Zamonien ^^. 


Die Patroni - Welches Wesen hättest du gerne als Bodyguard?
Ist mit "Bodyguard" jetzt Patronus oder ein wirklicher Bodyguard gemeint? Denn als Patronus hätte ich total gerne einen Phönix, der sieht bestimmt cool aus und ist ein bisschen außergewöhnlicher. Aber man kann sich seinen Patronus ja ohnehin nicht aussuchen. 
Als Bodyguard hätte ich natürlich gerne irgendwas Gefährliches, das aber klein genug ist, dass es einen begleiten kann. Falls es erlaubt ist, ein Wesen außerhalb des HP-Universums zu nehmen, würde ich sagen, einen Schattenwolf, wie die Stark-Kinder aus "Das Lied von Eis und Feuer" sie haben. Die können niedlich sein und auch mal als Haustier durchgehen ^^, können aber, wenn jemand ihr "Herrchen" angreifen würde, demjenigen auch an die Kehle gehen (Wie eine gewisse Figur aus DLvEuF ja auch leidvoll erfahren durfte.)



So, ich glaube, das war's mit diesem unglaublich kurzen *hust* und pünktlichen *hust* Post zum Harry-Potter-Lesemonat. Hoffentlich noch diesen Monat kommt dann der, der eigentlich für diesen Monat gedacht war xD, damit ich irgendwann wieder im Zeitplan bin.
Hab ich übrigens schon erwähnt, dass ich nächste Woche die Studios besichtige, in denen Harry Potter gedreht wurde? Ich freu mich schon so *-*.

Kommentare:

  1. Deine Ausgaben sind wirklich wunderschön ♥.♥
    Ich glaube, ich muss mir die Reihe auch nochmal auf Englisch zulegen. Zwar habe ich 4 von den 7 auch bereits auf Englisch gelesen, aber aus der Bibliothek ausgeliehen. Hmmm. Kommt mal auf die Weihnachtsliste :D

    Aaaaach, die Zeit, die Harry bei den Weasley verbringt, gehört generell zu meinen Lieblingststellen. Die Dialoge/Streitereien zwischen der temperamentvollen Mrs Weasley und dem sanftmütigen Mr Weasley sind wundervoll :D

    Hermine ist wirklich ein starker Charakter und gehört zu meinen absoluten Lieblingsfiguren überhaupt. Aber ich mag auch Ron. Im Zweifel würde ich mich wahrscheinlich für ihn entscheiden, weil er so ne kleine Mimose ist, aber immer nen sarkastischen Spruch auf den Lippen hat und im Zweifel dann doch mit Fähigkeiten brillieren kann, mit denen niemand gerechnet hätte - insbesondere nicht er xD Zu Harry bin ich auch eher neutral eingestellt - außer im 5. Buch wie du sagst. Da geht der einem aber auch auf den Zeiger!

    Mein Patronus wäre glaub ich ein Waschbär oder sowas :D :D
    Die Schattenwölfe der Starks sind richtig toll - vor allem verschwinden die nicht, wenn die Gefahr gebannt ist (also zumindest nicht zwingend), sondern bleiben bei einem :P

    Ganz viel Spaß bei der Studiobesichtigung!

    Liebe Grüße
    MelMel

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    1. Ja, oder *-*? Ich muss mir die schnell alle holen, bevor wieder jemand auf die Idee kommt, ein neues Design zu erfinden und diese Ausgaben nicht mehr zu drucken.

      Die Weasleys sind einfach die besten <3.

      Gut zu wissen, dass es noch jemandem mit Harry so geht ^^. Mir graut schon fast wieder davor, den fünften zu rereaden. Umbridge und dann auch noch ein pubertierender Harry...

      Haha, einen Waschbär als Patronus stelle ich mir auch lustig vor ^^.
      Genau, das wär doch ne gute Sache ;). Die muss man auch nicht extra rufen, die kommen ja sogar, wenn man selbst die Gefahr nicht bemerkt (wie bei Bran im 1. Teil.)

      Danke! :)

      LG,
      Charlie

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  2. Sali, Charlie.
    Besser einmal den Monat gepostet als eher garnicht, denke ich. :-)
    Spoiler haben mich noch nie "geschockt". Und ich habe von allen Potter-Filmen einzig den dritten gesehen.
    Du erwähnst dann auch selbst, daß ein Wissen um die ganze Story nicht selten auch ein Gewinn für die Lektüre ist. Nicht von ungefähr laßen sich gute Bücher öfters zu Gemüte führen.

    Laß mich einmal raten: Hermione ist Dein alter ego!?

    Unsterblichkeit ist ein relativer Begriff, weil sie durch Zeit definiert bleibt; im Mittelalter galten Vierzigjährige bereits als alte Menschen. Die Vorstellung tausende von Jahren oder zwei Mrd zu leben sind jeweils für sich eine völlig andere Dimension.
    Davon abgesehen bist Du selbst der Splitter der Unsterblichkeit Deiner langen Reihe an Vorfahren - alle sind sie auf die eine oder andere Weise zueinander gekommen.

    Ich stelle mir eben Charlie & ihren persönlichen Schattenwolf vor... :-)

    Ah, Madame ist auf Reisen! Kann also mit der Antwort etwas dauern, denke ich. ;-)

    bonté

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    1. Hallo RoM,
      ja, genau das habe ich mir auch gedacht :).
      Hast du Harry Potter auch nicht gelesen oder nur nicht gesehen?
      Das stimmt; zumindest ging es mir so. Ich bin generell eher der Typ, der das Ende zuerst liest, wenn er die Spannung nicht aushält (Ja, ich bin seltsam.), deshalb fand ich es bei HP auch nicht schlimm, dass ich schon die gesamte Handlung kannte. Man kann die Reihe definitiv öfter lesen!

      Naja, teilweise ;). Ich bin nicht unbedingt so mutig und kämpferisch wie sie, würde ich sagen. Aber ein gutes Vorbild ist sie sicherlich.

      Nun ja, für mich bedeutet Unsterblichkeit tatsächlich, nicht zu sterben, also ewig zu leben. Nicht nur besonders lang, sondern ewig. Und die Vorstellung finde ich persönlich furchtbar.
      Das ist ein interessanter Ansatz, an den ich noch gar nicht gedacht habe!

      Die Vorstellung gefällt mir :D.

      Ich habe dann doch noch vor meinem Urlaub geantwortet :).

      Liebe Grüße,
      Charlie

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    2. ...quelle surprise, une réponse rapide! :-)
      Wie ich der Uhrzeit entnehme machst Du die Nacht zum Tage - definitiv ein Privileg der Jugend. Ich verpenne da eher den Samstagnachmittag auf der gemütlichen Couch; das Privileg des Alters (hüstel).

      Mut kommt mit den Gelegenheiten, denke ich.

      Nope - keinen Potter je gelesen. Aber mich hat seine Wirkung auf jugendliche Lesebegeiserung durchweg gefreut; im Gegensatz zu bornierten "Wichtigkeits"-Trägern der Kirchen ("Neo-Paganismus!"). Das moderne Leben findet eben draußen statt - und nicht in der freistehenden Luxus-Badewanne... :-D

      bonté

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    3. Immer doch :D, ich bin ein Nachtvogel. Wenn mein FSJ morgen beginnt, wird bzw. muss sich das allerdings auch wieder ändern und dann heißt es nach Monaten wieder früh aufstehen *seufz*.

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