[Musik/TV] Eurovision Song Contest 2016

Charlie | Montag, 16. Mai 2016 |


Obwohl ich es sehr genieße, dass ich in letzter Zeit so viel zum Lesen komme, bin ich auch froh, heute wieder einmal Zeit für einen Post außerhalb der Reihe der Rezensionen zu finden; heute zum Thema Eurovision Song Contest 2016.
Der "Eurovision Song Contest" (als ESC abgekürzt) ist ein seit 1956 stattfindender Musikwettbewerb größtenteils europäischer Länder, der jährlich im Mai von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) veranstaltet wird.
Die teilnehmenden Länder (zu denen neben europäischen Staaten z.B. auch Russland, Israel und in den letzten beiden Jahren auch Australien gehören) schicken einen in einem selbst gewählten Verfahren (in Deutschland ein Vorentscheid in Form einer Fernsehshow mit Publikumswahl) bestimmten Künstler, der sich mit einem neuen Originalsong zunächst in einem der beiden Halbfinalen beweisen muss, bevor er im Finale antreten darf. (Eine Ausnahme bilden hier die "Big Five" - Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich, die sofort im Finale gesetzt sind.)
Anschließend stimmen in jedem Land sowohl eine Jury als auch das Fernsehpublikum ab und bestimmen so den Sieger des Wettbewerbs, in dessen Heimatland im Folgejahr der nächste ESC stattfindet


Dieses Jahr fand der ESC am 14. Mai, also dem Samstag des Pfingstwochenendes, statt und einer recht jungen Tradition folgend habe ich ihn mir zusammen mit einigen meiner besten Freunde angesehen und analysiert und möchte euch jetzt an meinen (unqualifizierten) Gedanken zu diesem Fernsehereignis teilhaben lassen (und natürlich gerne auch eure Meinung dazu hören).



Zum ersten Mal bewusst gesehen habe ich den ESC, glaube ich, im Jahr 2010, als Lena Meyer-Landrut ihn mit "Sattelite" für Deutschland gewonnen hat. Meine Mutter hatte damals "Unser Song für Oslo" gesehen und mir von Lena erzählt, deren Album ich in diesem Sommer rauf und runter gehört habe. In den Jahren danach habe ich in den Wettbewerb immer mal wieder reingesehen und letztes Jahr wieder angefangen, ihn bewusst von Anfang bis Ende zu schauen.
Deshalb habe ich auch eine ungefähre Vorstellung davon, wer in den letzten Jahren dort so angetreten ist und wer die Gewinner waren.

Ich gebe zu, dass die meisten Songs beim  ESC absolut nicht meinem Musikgeschmack entsprechen. Die Gewinnersongs der letzten Jahre waren fast ausnehmslos seichte Popsongs, ein Ohrwurm für ein paar Stunden vielleicht, aber nichts, was ich freiwillig gehört hätte. Dementsprechend erwarte ich auch keine neuen Inspirationen für meine zahlreichen Spotify-Playlists, wenn ich mir den Wettbewerb anschaue. Sehr wohl unterhaltsam sind jedoch einige der schrägen Vögel, die den ESC immer wieder aufmischen, beispielsweise die russichen Buranoskiye Babushki (meist als "russiche Omas" bezeichnet) aus dem Jahr 2012 oder die ausgeflippten Zwillinge von "Jedward", die 2011 für Irland angetreten sind. Solche Auftritte sind für mich der beste Grund, mir den ESC anzusehen.

Umso enttäuschter war ich daher von den diesjährigen Auftritten. Zwar gab es deutlich weniger Balladen zu hören als letztes Jahr und gefühlt etwas mehr Abwechslung, doch schon ein paar Stunden nach der Show verschwammen die meisten Kandidaten in meinem Gedächtnis; ich konnte mich nur noch an bunte, blinkende Lichter und ein paar Beats erinnern. Weder die Melodien der Lieder noch die dazugehörigen Sänger blieben mir im Gedächtnis. Niemand fiel mir als herausragender Sänger und kaum einer mit einer wirklich guten Show auf, nicht einmal als exzentrische Gestalt.
Gut, der polnische Sänger ist mir durch sein Musketier-Outfit und die erstaunlich hohe Bewertung beim Publikumsvoting in Erinnerun geblieben und ich erinnere mich an die technisch beeindruckende Bühnenshow des russischen Kandidaten und die Kopfschmerzen erregende Lichtshow der Georgier; Italien, die Niederlande und Deutschland hatten auch recht schöne Bühnen, aber das ist auch schon alles, was ich so aus dem Gedächtnis wiedergeben könnte.
Möglicherweise liegt es daran, dass ich Jamie-Lee schon bei "The Voice of Germany" verfolgt habe, doch ihr Song "Ghost" ist zusammen mit dem niederländischen Titel "Slow Down" der einzige, an dessen Melodie ich mich noch erinnern kann.
Wirklich unterhalten habe ich mich an diesem Abend nicht gefühlt und ich habe das Gefühl, dass es dem Wettbewerb deutlich besser tun würde, wenn man mehr ausgeflippte, ungewöhnliche Teilnehmer statt der ganzen Popqueens mit Modelfigur oder zumindest Sänger mit anderen Genres (wie letztes Jahr Großbritannien mit einer flotten Electroswing-Nummer) schicken würde, denn Durschnittsmusik findet sicherlich jedes Land in seiner eigenen Musikultur selbst. Über ausgefallene Nummern kann man dann zwar verschiedener Meinung sein, aber zumindest fallen sie auf und bieten Gesprächsstoff. Gerne würde ich auch mehr traditionelle Musik des entsprechenden Landes hören, statt den Versuch der Teilnehmer zu beobachten, den Publikum zu gefallen, wobei am Ende überall der gleiche Mainstremquark rauskommt. Da würde ich auch in Kauf nehmen, kein Wort des Textes zu verstehen, wenn dafür in der Landessprache interessante Sachen gesungen werden (Wobei ich auch gestehen muss, dass ich mir die Texte der Songs dieses Jahr nicht durchgelesen habe.).

Klar, da könnte man sich Gedanken machen, ob man nicht mit Mainstream-Liedern besser ankommt (wie in den letzten Jahren), doch nach dem diesjährigen Ergebnis kann man da vor allem aus deutscher Sicht sagen: Ist eigentlich schnuppe, wen wir schicken, denn die Bewertung ist ohnehin eindeutig politisch motiviert. Vielleicht ist das der Grund, wieso Großbritannien nie einen seiner zahlreichen erfolgreichen Musiker schickt; vielleicht haben die das schon lange erkannt. 
Dass Jamie-Lee mit enttäuschenden 11 Punkten mit Abstand letzte geworden ist, ist meiner Meinung (und ich betone wieder, dass ich absolut nicht qualifiziert bin, hier politische Analysen zu betreiben, und keine Ahnung davon habe) jedenfalls klare Folge von Deutschlands aktueller politischer Unbeliebtheit (wegen der Flüchtlingskrise?), denn musikalisch entspricht ihr Song wunderbar dem ESC-Klischee der leicht zu merkenden Popsongs und war definitiv nicht der schlechteste und als Person wirkt sie sehr sympathisch, was damals bei Lena ja auch Wunder gewirkt hat. Dass Deutschland sowohl von der Jury als auch dem Publikum so fast schon beleidigend wenige Punkte bekommen hat, kann einfach nicht an ihr gelegen haben, und das sage ich, obwohl ich mich weder als Jamie-Lee-Fan noch als großartige Patriotin bezeichnen würde. 
Letztes Jahr fand ich den deutschen Song ebenfalls so nichtssagend, dass mir der letzte Platz egal war, aber Jamie-Lee hat diesen meiner Meinung nach nicht verdient. Oder will mir wirklich jemand erzählen, "Ghost" sei musikalisch schlechter als der gruselige One-Direction-Abklatsch von Großbritannien?
Den ukrainischen Sieger-Song fand ich nicht schlecht (auch wenn ich mich hier auch nur noch an die klagende Stimme und den leidenden Gesichtsausdruck der Sängerin erinnere) und im Grunde ist es mir egal, wer gewonnen hat, aber die konsequente schlechte bzw. nicht vorhandene Bewertung des deutschen Songs hat mich tierisch aufgeregt.


Heiß diskutiert und vor allem von Russland immer wieder betont wird ja seit dem Sieg der Ukrainischen Sängerin Jamala mit einem Song über die Deportation der Krimtartaren durch Stalin 1944 auch immer wieder die Regel, dass keine Lieder mit politischen Inhalten am Contest teilnehmen dürfen. Einige Russen (Ich weiß gerade leider nicht mehr, welche Sprecher das waren - wie gesagt, ich bin kein Journalist.) bezichtigen Jamala, in ihrem Song nicht nur auf geschichtliche sondern auch aktuelle politische Ereignisse anzuspielen (was ja durchaus nicht unwahrscheinlich wäre, schließlich hat die Krim auch eine brisante aktuelle Lage), was regelwidrig wäre. Ob das den Russen nun nur auffällt, weil die Ukraine (und Australien) ihnen knapp den Sieg gestohlen hat, kann man sich natürlich fragen, aber an sich denke ich mir eher:
Wieso kümmert sich jeder um die politische Motivation der Lieder, aber keiner um die politische Einstellung der Jurys? Oder fällt etwa niemandem auf, das sich z.B. die Länder rund um Russland rum oft gegenseitig die hohen Punktzahlen zuspielen?
Ich erwarte nun wirklich keine hohe Kunst und keine detaillierten Begründungen der Jurys in musikalischer Fachsprache, aber dieses Jahr fand ich die politische Motivation wirklich auffällig. ZB haben sich Russland und die Ukraine - oh Wunder - bei der Jurybewertung gegenseitig keinen einzigen Punkt gegeben. Und dass die Ukraine so viele Punkte erhalten hat, kann nicht nur musikalische Gründe haben, denn der Song ist musikalisch deutlich langweiliger als der des letzten Jahres. Hier geht es ganz klar um den Inhalt und es würde mich nicht wundern, wenn es eben doch auch um aktuelle Politik ginge. 
Auch die Publukumsbewertung wirkt für mich nicht immer wie eine musikalische Entscheidung, doch das Publikum kann man natürlich nicht so leicht kontrollieren wie man eine unparteiische Jury einsetzen könnte, die tatsächlich den Auftritt und nicht das Land bewertet. Interessanterweise haben übrigens das russische und das ukrainische Publikum dem jeweils anderen Land recht viele Punkte gegeben.

Kann mir übrigens einer sagen, wieso der offizielle Youtube-Kanal des ESC die meisten Videos der Auftritte in Deutschland nicht zur Verfügung stellt? Was soll denn das; sollten die nicht in ganz Europa aufrufbar sein? Ich hätte euch nämlich gerne mehr der von mir erwähnten Auftritte verlinkt, damit ihr auch wisst, wovon ich rede.
Eine weitere Frage, die mir zum Thema ESC 2016 einfällt: Warum zur Hölle ist ausgerechnet Österreich mit einem französischen Song angetreten???


Nun gut, man hat, wenn man es bis hierhin ausgehalten hat, sicherlich gemerkt, wie wenig begeistert ich sowohl von den diesjährigen Auftritten als auch von der Bewertung war. Ich behaupte nicht, eine Musik- oder Politikexpertin zu sein, und erkenne natürlich sehr wohl an, dass andere Leute einen anderen Geschmack haben als ich (zB. kann ich absolut nicht nachvollziehen, wieso Bulgarien so hoch platziert ist und war letztes Jahr großer Fan von Großbritannien, die nur 24. wurden), aber trotz allem hinterfrage ich dieses Jahr mehr denn je, wie unparteiisch und auf Musik bedacht die Jurys der einzelnen Länder wirklich sind - denn das sollten sie bei einem Musik(nicht Politik-)wettbewerb ja sein. Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Jamie-Lee nach rein musikalischen Gesichtspunkten so eine schlechte Platzierung verdient hat.



Habt ihr den ESC gesehen? Welche Auftritte haben euch besondes und welche gar nicht gefallen? Und was sagt ihr zum Ergebnis?


Kommentare:

  1. Was das französische Lied von den Österreichern angeht, habe ich eine Theorie. Die Theorie ist nicht wirklich ernst gemeint, aber theorethisch würde es passen... Letztes Jahr hatte Frankreich ein Chanson über den 1. Weltkrieg gesungen (oder den 2.? Ich meine den ersten). Österrecih und Deutschland hatten in dem Jahr beide 0 Punkte bekommen unsere Theorie war, dass dann allen eingefallen ist: "1. Weltkrieg... War das nicht irgendetwas mit Deutschland und Österreich???" und sie deshalb keine Punkte bekommen (nicht ganz ernst gemeint, aber theorethisch...). Und um dann wieder 'Frieden zu schließen' haben sich die Österreichen dieses Jahr gedacht, dass sie als Entschädigung auf französisch singen.... Ich finde es ist gar nicht mal so abwägig. ;P

    Ich kann dir in vielen Punkten zu stimmen. Was das unkrainische Lied angeht, was die politischen Jurys angeht und was die Liederauswahl angeht. Die Jurys (und auch das Publikum) wählt eindeutig nicht nur aus Gründen der guten Show oder eines guten Liedes, sonst hätten, denke ich, viele Lieder nicht gewonnen, nicht weil sie nicht gut waren, sondern einfach weil andere besser waren. Die Jury uns auch das Publikum wählt aus politischen Gründen und das die baltischen Staaten sich unter einander wählen ist kein großes Geheimnis, dass machen sie schon lange. Leider, aber man kann auch nicht wirklich was dagegen tun.

    Und was das deutsche Lied angeht, so ähnlich war das auch schon letztes Jahr. Mir ist schon klar, dass die deutschen Lieder die letzten paar Jahre nicht die besten waren, aber letztes und dieses Jahr waren sie zumindest nicht die schlechtesten (und vorallem war es letztes Jahr auch mehr als 0 Punkte würdig, auch wenn es nicht gut war).

    Die verrückten Vögel wurden mittlerweile mehr oder weniger von den Moderatoren ersetzt... Wenn es hätte gewinnen können, hätte ich für "Love love peace peace" gestimmt... ;D
    Und Jedward hatte sogar zweimal mit gemacht. ;)
    Kennst du eigentlich die 'Moustache'-Leute aus Frankreich? Die waren, meine ich, in Dänemark dabei...

    Ich kann die Ergebnisse nur so halb verstehen. Die Gruppen, die ich gut fand, hatte fast niemand gewählt, bzw. die meisten waren nicht unter den Top 10. Und dafür waren da dann ein paar, die ich persönlich eher schlecht fand. Vor allem am Anfang noch als es nur die Punkte der Jury waren.
    Ich verstehe auch nicht warum Australien doch noch einmal mit machen durfte... Und warum sie das Punkte-system geändert haben... Sie hätten es vielleicht nicht unbedingt so ändern sollen, denn so kann man im Prinzip auch die Jurypunkte weg lassen... Naja, fasst...

    Love love peace peace - and women backing bread - peace peace love love - a man in a hamster wheel - ...
    Liebe Grüße,
    Marianne

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    1. Eine sehr interessante Theorie :D. Gar nicht mal soooo abwegig, immerhin lieben die Franzosen ihre eigene Sprache ja bekanntlich so sehr, dass sie sich oft nicht die Mühe machen, Englisch zu lernen ^^. (Okay, fieses Vorurteil.)

      "Love, love, peace, peace" war super :D. Schön selbstironisch.

      Jaaa, das Moustache-Lied haben wir damals im Französischunterricht analyisiert ^^.

      Ja, das mit Australien verstehe ich auch nicht. Und die Gewichtung von Jury und Publikum auch nicht. Aber an sich finde ich es interessant, diese Aufteilung mal zu sehen. Ich frag mich eher, wer diese Jurys sind und was sie zu ihrer Arbeit qualifiziert...

      Danke für denen Kommentar :).

      LG,
      Charlie

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    2. Möglich ist es zumindest. :D
      Naja... Es gibt zumindest ein paar, die besser Spanisch als Englisch können, aber was soll man auch machen, wenn man in der Nähe der Grenze zu Spanien lebt... Und vermutlich kommt es darauf an, wo man lebt und wer man ist... Aber wir anderen haben in unseren Ländern ja auch Vorurteile. ;)

      Es war echt genial... Ich hatte noch ein paar Tage danach einen Ohrwurm, weil es einfach schön einfach ist... und auch lustig war.

      Richtig analysiert? Interessant. Das hätte ich ja auch gerne gemacht. Naja, vielleicht auch nicht...
      Wir hatten in unserer Schule vor kurzem (ich glaube es war letztes Jahr) im Prinzip einen Tag der offenen Tür gemacht und da hatte unsere Klasse (wir waren eine reine Französisch Klasse) Plakate zu Französischer Musik gemacht. Wir hatten dann Chanson, Rock, Dance und Rap. Im Hintergrund liefen dann immer Lieder aus einem der vier Genres. Das Lied war auch dabei (und noch ein anderes Lied von der Truppe). :D

      Vielleicht hatte sich ja irgendwer wegen beschwert, weil Australien nicht mehr mit machen durfte? Ich fand es zwar gut, dass die nochmal mit machen durften. Aber sie hatten ja eigentlich gesagt, dass sie nur noch einmal mit machen dürfen, wenn sie auf den ersten Platz kommen. Und das waren sie ja letztes Jahr nicht...
      Ich verstehe nicht, warum sie das mit dem Publikum nicht so ähnlich gemacht haben wie mit der Jury. Das man entweder sagt, dass jedes Land noch einmal soviele Punkte hat, die dann von den Zuschauern vergeben werden, über Anrufen oder SMS. Oder eben das man sagt, dass es so viele Punkte wie Teilnehmer gibt, dass dann der, für den am häufigsten angerufen wurde, die meisten Punkte bekommt und zwar so viele Punkte wie es Teilnehmer gibt und nicht 300 Punkte.
      Ich finde es an sich auch interessant, ob es aber so schlau ist, weiß ich nicht... Aber im Prinzip ist es auch recht egal...
      Ich glaube, dass es zumindest bei dem deutschen Team Sänger oder Musiker sind. Man konnte das meine ich auch irgendwo nach lesen. Irgendwann war meine ich auch Lena ein deutsches Jury Mitglied. Sie hatte dann auch die Punkte vergeben. Aber ob die alle so wirklich qualifiziert sind, weiß ich auch nicht...

      Bitte. Danke für deine Antwort. :)

      Liebe Grüße,
      Marianne

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    3. Ich meinte eher, dass viele Franzosen, die ich kenne, sich überhaupt nicht die Mühe machen, Fremdsprachen zu lernen. Ich war mal beim Schüleraustausch im Englischunterricht und die haben da die ganze Zeit Französisch geredet O.o.
      Wir lernen in Berlin ja auch Englisch als 1. Fremdsprache, obwohl Polen näher liegt ^^.

      Ich musste auch mal für einen französischen Tag an meiner Schule französische Musik raussuchen und es gibt da echt ein paar coole Sachen.

      Naja, Australien gehört halt einfach nicht im entferntesten zu Europa. Ich finde, die könnten vielleicht als Gast auftreten-

      Ich hab das auch nicht verstanden, wie das mit den Punkten ist. Ich glaub, das ist aber wirklich so, dass mit den Anrufen nochmal Punkte errechnet werden, wie die Jury sie vergibt. Also 12, 10, 8 usw. Und das für jedes Land, wird dann halt zusammengerechnet. Man kann sich ja die Bewertung auf Wikipedia nochmal ganz detailliert ansehen.

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    4. Ja, solche gibt es auch... Wir haben im Englisch und Französisch Unterricht aber auch recht oft Deutsch gesprochen... ;)
      Das ist immer echt frech, wenn die sich nicht einmal die Mühe machen es zu versuchen.
      Und in Niedersachen auch, ob wohl die Niederlande näherliegt. :D

      Ja. Es gibt ja diese paar Lieder/Sänger die in Deutschland bekannt sind. Aber es gibt teilweise noch bessere Lieder und Sänger, die es gar nicht nach Deutschland schaffen... Da lohnt es sich doch mal ein wenig in die Materie ein zu tauchen. :)

      Man könnte höchstens sagen, dass sie mal englische Kronkolonie waren und (meine ich) auch immer noch Kontakt zu England haben... Aber so wirklich kann man das damit auch nicht begründen... Es gibt aber auch noch so ein paar andere Länder, die eigentlich nicht in Europa liegen und trotzdem teilnehmen dürfen... Die liegen aber immerhin um Europa rum...

      Das könnte sein...
      Müsste man mal machen...

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    5. Naja ein Großteil von Afrika war auch mal ne Kolonie irgendeines europäischen Landes :D. Und die USA haben auch mal zu England gehört, Kanda ist glaube ich sogar noch im Commonwealth.

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    6. Ja... Und deshalb hat man bei wirklich vielen Ländern eine mögliche Begründung, wenn man diese Begründung für Australien verwendet...
      Aber es ist ja eigentlich auch schon lange nicht nur Europa im eigentlichen Sinne. Da sind ja schon ein paar andere Länder dabei, die eher an Europa grenzen...

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  2. Hallo Charlie,

    Toller Beitrag, den ich sehr gern gelesen habe! Den ESC konnte ich dieses Jahr leider nicht sehen, weil ich einen Spieleabend mit Freunden hatte :D Die Wiederholung, wenn es eine gab, hab ich verpasst, und 4 Stunden in den Stream auf YouTube zu investieren, ist es mir dann doch nicht wert. Falls der Stream überhaupt geht. Irgendein Video war in meinem Land nämlich auch nicht verfügbar - was, wie du sagst, einfach nur dämlich ist.

    Der ESC ist nicht sooo das riesige Event für mich und ich muss ihn auch nicht auf Teufelkommraus unbedingt sehen, aber die Lieder hab ich mir nebenbei in den letzten Jahren eigentlich immer angehört (den Song von Aserbaidschan vor 2,3 Jahren fand ich genauso langweilig wie den von der Ukraine dieses Jahr), weil ich es ja doch ein bisschen interessant finde. So hab ich mir halt nur die zusammengefassten kurzen Einblicke in die Songs (und ein paar vollständige Auftritte), aber mir sind schon einige Songs/Sänger in Erinnerung geblieben: "Love Wave" zB von Georgien (?), weil die Sängerin einfach ausgeschaut hat wie ein Pornostar und der Auftritt so sexuell war xD Und die Bühnenshow von Russland fand ich sehr spektakulär und unterhaltsam! Von den 10 Sekunden Großbritannien haben mir aber echt die Ohren geblutet ... Gibts eine schlimmere Verkörperung des Stereotyps Boyband, ich glaube nicht ...

    Das wäre auch schon alles was ich dazu zu sagen habe, wir haben ja auch schon ein bisschen in der Gruppe geredet :) Und bezüglich wieso Österreich französisch gesungen hat: Wäre es denn so anders, wenn der Song auf englisch gewesen wäre? :P Keine Ahnung, die Sängerin ist glaube ich einfach mit französisch aufgewachsen und ihr neuestes Album ist glaube ich auch ganz auf französisch.

    Alles Liebe,
    Sandra

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    1. Saaandy,
      danke für deinen Kommentar und das Kompliment :).
      Ich glaube, da hattest du bei deinem Spieleabend auch viel mehr Spaß :D.

      "Love Wave", das war Armenien (wusste ich auch nicht mehr, hab ich grad nachgelesen ^^) und ja, das Outfit war gruselig, obwohl sie immerhin das Aussehen und die Figur hatte, um das zu tragen.
      Ja, die Show von Russland war schon cool gemacht. Das Lied habe ich allerdings wieder vergessen ^^.

      Naja, man hätte es verstanden und englisch ist ne internationale Sprache ^^. Aber ich hab auf meiner persönlichen Punktetafel Österreich auch recht viele Punkte gegeben, glaub ich, weil die Sängerin irgendwie von der Art her ganz süß war ^^.

      LG :),
      Carlos

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  3. Hey Charlie,

    ein Beitrag zum ESC - da muss ich doch gleich mal meinen Senf dazu geben :D Ich schaue den ESC seit 2009 regelmäßig und auch immer wieder total gerne, auch wenn mir in manchen Jahren die Beiträge nicht gut gefallen haben (letztes Jahr zum Beispiel), aber dieses Jahr mochte ich die Show echt gerne und fand, dass viele tolle Beiträge dabei waren.

    Mein Lieblingslied war das Lied der Ukraine zwar auch nicht, aber ich finde durchaus, dass sie berechtigt gewonnen hat und mochte ihr Lied auch wirklich gerne. Für mich gehört zu guter Musik eben auch dazu, dass es nicht einfach nur schön klingt, sondern auch eine Aussage hat und das hatte 1944 definitiv!
    Ich fand aber auch andere Beiträge aus diesem Jahr echt gut! Mein persönlicher Favorit war Tschechien mit "I stand", was leider auch eine sehr schlechte Bewertung bekommen hat. Ich finde das Lied einfach wunderschön und mir hat das schlichte, aber dennoch ausdrucksstarke Bühnenbild dazu sehr gut gefallen :)
    Und total genial fand ich in diesem Jahr Ungarn mit "Pioneer". Das Lied und der Sänger selbst waren eigentlich eher unscheinbar, aber dazu auf der einen Seite diese samuraiartigen Trommelspieler und auf der anderen Seite diese drei Typen in Jeans und T-Shirt, die dazu gesungen, gestampft, geklatscht und vor allem gepfiffen haben fand ich einfach nur genial :D
    Ansonsten hat mir auch noch das Lied von Serbien "Goodbye (Shelter)" total gut gefallen. Auch, weil es ebenfalls eine Aussage hatte und die ganze Perfomance auf der Bühne einfach großartig war und den Song untersttzt hat :)

    Dazu, dass Deutschland auf dem letzten Platz gelandet ist... Ich glaube ehrlich gesagt schon, dass es eher am Auftritt als an der politischen Situation liegt. Ehrlich gesagt fand ich das Lied von Deutschland einfach nur langweilig... Es war nicht schlecht, aber ich hab es auch sofort wieder vergessen. Und dann dieses Kostüm dazu, was einfach überhaupt nicht zum Lied gepasst hat. Ne, ich fand Deutschlands Auftritt echt nicht besonders gut.

    Liebe Grüße
    Chrisi

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    1. Hi Chrisi,

      das stimmt, eine Aussage hatte das Lied der Ukraine auf jeden Fall und das fand ich auch super, gerade im Gegensatz zu den von den Moderatoren so unterhaltsam veräppelten "Peace, peace, love, love"-Songs mit 08/15 Lyrics.
      Oh ja, Tschechien war doch irgendwie auf dem vorletzten Platz, oder? Wir haben beim Schauen die Auftritte jeweils nach fünf Kriterien bewertet und eins war auch, wie sich die Leute auf der Bühne bewegt haben. Bei "I stand" haben wir gelästert, dass da die Choreo (bzw. nicht vorhandene Choreo ^^) wenigstens passt xD. Ich erinner mich leider weder an das Bühnenbild noch an die Choreo :S.

      "Serbien" hatte ich auch irgendwie total verdrängt ^^.
      Ich glaube, nächstes Jahr muss ich mir mal die Texte durchlesen, während ich die Lieder höre.

      Naja, in Anbetracht der Tatsache, dass Leute wie Guildo Horn mit "Guildo hat euch lieb" oder Stefan Raab mit "Wadde hadde dude da" unter die ersten 10 gekommen sind, finde ich schon, dass es an der politischen Situation liegen muss :D. Langweiliger als "I Stand" fand ich "Ghost" irgendwie nicht ^^. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Ich hab die Melodie immerhin noch im Kopf, im Gegensatz zu allen anderen ^^. Aber inhaltlich fand ich den Song auch nicht so überzeugend, dafür war Jamie Lee einfach zu jung, irgendwie. Aber ihr Outfit gehört eben einfach zu ihr und schlechter als das Porno-Outfit von Armenien fand ich es nicht xD.

      LG,
      Charlie

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  4. Schöner Einblick in deine Meinung zum ESC :)
    Gibt eigentlich kaum was zu ergänzen, da alles dabei ist von der ungerechten Behandlung Deutschlands und Russlands (durch Politisierung) und die viel zu hoch gehypten Ergebnisse Bulgariens und der Ukraine.
    Mal gucken, ob der Wettbewerb überhaupt nächstes Jahr in Kiew (oder sonstwo) stattfinden kann [auf der Krim wäre ja interessant, um zu beweisen, dass man "nicht politisch" ist :P]

    LG,
    GNB

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    1. ESC auf der Krim wäre ja lustig, aber ich weiß nicht, ob Russland da nicht was dagegen hätte ^^.
      Danke für deinen Kommentar :).

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  5. Ich schaue den Esc eigentlich auch immer mit Freunden, ist auch eine kleine Tradition bei uns. In diesem Jahr hat es leider nicht geklappt, da musste mein Dad herhalten. Das jeder die Show so schrecklich fand, kann ich gar nicht nachvollziehen, ich fand es schön, dass der Esc endlich moderner wird, weil früher konnte ich mit ihm echt nichs anfagen und in diesem Jahr gab es doch ein paar Songs die ich toll fand. Stimmlich konnten für mich vor allem Freddie, der für Ungarn angetreten ist und der Sänger von Lithauen überzeugen, weil ich so rauchige Stimmen wirklich mag und ich bei diesen Herren echt finde, dass man sie daran auch erkennt. Abseits davon mochte ich die Kandidatin von Australien, aber das die da ne gute Sängerin schicken wir mir eh klar.

    Von Jamie Lee war ich schon vor dem Esc kein Fan und bin es auch heute nicht. Das Lied ist echt nicht meines und ich kann ehrlich gesagt auch mit ihr selbst nichts anfangen. Diese ganze Manga Sache ist nun mal ne Geschmackssache und das hätte jedem vorher bewusst sein müssen. Gerade, da ja dann doch vor allem die ältere Generation noch anruft und wirklich abstimmt. Somit hat es mich nicht überrascht, dass wir mal wieder den letzten Platz belegen.

    Jedoch nervt es mich natürlich auch, dass die Politik bei der Abstimmung immer so ne große Rolle spielt und sich einige Länder die Punkte zuschieben. Das hat natürlich nichts mit Fairness zu tun und es wäre schön, wenn man da irgendwie mal en Regelung findet, das zu unterbinden. Was wohl fast unmöglich sein wird.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Dankeschön für das liebe Kompliment <3.

    Also ich habe bisher nur ein paar wenige Folgen der Serie gesehen, muss aber gestehen, dass ich nie so ganz warm mit Castle wurde. Weiß jetzt gar nicht woran das liegt. Aber ich denke mal die Absetzung ist besser, als wenn sie ohne die Hauptdarstellerin weitergemacht hätten, da ja gerade die Beziehung der beiden Protagonisten im Vordergrund stand und das wäre ja dann nicht mehr möglich gewesen. Wenn es dann überhaupt ein richtiges Ende gibt, das ist ja auch nur möglich, wenn man entweder im Voraus die Folge schon als potenzielles Serienfinale sieht oder noch was dran ändern kann.

    Ich habe bisher noch keine Staffel von True Detective gesehen, würde mir aber in nächster Zeit gerne mal die erste Staffel anschauen, da ich schon oft gehört habe, die soll richtig gut sein. Bei der zweiten mag ich jedoch den Cast, sodass ich da auch reinschauen werde. Aber hier hat man halt zumindest ne abgeschlossene Handlung, sodass die Absetzung zu verkraften ist.

    Also ich habe die Bücher bisher noch nicht gelesen, ich kenne nur die Serienvariante ihrer Figur und dort zählte sie zu meinen Lieblingen.

    Alle Filme kündigen sich natürlich nicht an, das sind immer die Highlights die dann schon vorab bekanntgegeben werden. Ich finde es bei Netflix aber auch extrem nervend, dass man nirgends sieht, wann ein Film bzw. eine Serie ausläuft. Da gibt es bei Prime vier Wochen vorher ne Angabe und das würde ich mir hier auch wünschen. Dann kann man nämlich immer schauen, dass man die Serie oder den Film noch anschaut, bevor er rausläuft.

    Also wie gesagt ich hatte jetzt in einigen Artikeln gelesen, dass die großen Streaminganbieter diese Quote scheinbar schon erfüllen. Und wenn man mal das Angebot anschaut, lassen sich ja bei Netflix und Prime einige europäische Produktionen finden. Prime hat ja verdammt viele englische Serien im Angebot, die das wsl schon fast abdecken. Dazu kommt ja auch die erste deutsche Eigenproduktion dazu, die da ja dann auch dazu zählt. Kommt halt drauf an, welche Produktionen man sich sichert, weil es gibt definitiv auch in Europa viele hochwertige Produktionen. Ich persönlich würde mich eh mehr über englische Serien freuen, weil wir die so selten im Free Tv gezeigt bekommen, aber die jede Tv Season echt tolle Projekte rausbringen.

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    1. Schrecklich fand ich die Show jetzt auch nicht. Wirklich gruselige Auftritte warne ja dieses Jahr auch nicht dabei. Ich fand den ESC nur insgesamt zu langweilig.
      Den Ungarn fand ich auch toll, auch weil der so ein schlichtes, nicht gezwungen-schickes, sondern lässig-cooles Outfit getragen hat.
      Australien fand ich auch nicht schlecht, aber letztes Jahr haben sie mir besser gefallen. "Tonight Again" höre ich immer noch gerne.

      Dass eher die ältere Generation abstimmt, wusste ich gar nicht. Gibt es da Statistiken drüber? Ich habe irgendwie so gar keine Vorstellung davon, wer so den ESC guckt.

      Ja, so eine Angabe bei Netflix wäre echt super. Ich habe da nämlich vieles auf der Watchlist, wo es mich ärgern würde, wenn es auf einmal weg wäre.

      Bei englischen Serien wäre ich dabei ^^, ich mag fast alles Britische :D.

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