[Literatur+Leserunde] Das Dilemma mit dem Bewerten von Klassikern

Charlie | Montag, 1. August 2016 |

Im Rahmen von Chrisis Klassikerleserunde zu "Der Fänger im Roggen" möchte ich, bevor ich in den nächsten Tagen meine Rezension poste, ein paar allgemeine Dinge zum Rezensieren von Klassikern loswerden und mit euch besprechen, da ich finde, dass der Rezensionsprozess hier etwas anderes aussieht als bei zeitgenössischer Literatur. 
 
 
Ich lese ab und an sehr gerne Klassiker, meistens nicht - das gebe ich zu -, weil sie mich interessieren, sondern eher, weil ich neugierig bin, was diese Bücher wohl an sich haben, dass die Menschen sie über Jahrzehnte oder sogar Jahrhundert noch lesen.
Einige von ihnen gefallen mir sehr gut, andere wecken in mir den Verdacht, dass Hemingway doch nicht ganz unrecht hatte, als er sagte: "Ein Klassiker ist ein Werk, das die Menschen loben, aber nie lesen.".
 
Vor allem, wenn mir ein Klassiker nicht gefällt, stehe ich dann beim Schreiben der Rezension vor folgendem Problem:
Ich mochte das Buch nicht. Aber offenbar taten tausende Leute in den Jahrzehnten vor mir es. Habe ich etwas falsch gemacht? Habe ich das Buch vielleicht nicht verstanden? Mir nicht genug Mühe gegeben, es zu verstehen?
Bei zeitgenössischer Literatur habe ich das Problem selten, doch bei Klassikern beginnen immer die Selbstzweifel an mir zu nagen, denn auf keinen Fall möchte ich das dämliche, kleine Mädchen sein, das hochwertige Weltliteratur zerreißt, weil es ihre Genialität nicht durchschauen kann.
 
Einerseits kann an der Vermutung, ich hätte das Buch nicht ganz verstanden, natürlich etwas dran sein. Wer schon Klassiker in der Schule gelesen und besprochen hat, weiß, dass man oft den historischen Hintergrund und die Biografie des Autors mit einbeziehen muss, um besser zu verstehen, was er mit seinem Buch ausdrücken möchte. Auch geht einem oftmals doch noch ein Licht auf, wenn man Texte von Literaturwissenschaftlern liest, die kryptische Formulierungen und verwirrende Symbole zu verständlichen Aussagen aufschlüsseln. Solche Analysen haben schon öfter dafür gesorgt, dass ich einen ganz anderen Blickwinkel auf Bücher gewonnen habe.
 
Doch bevor man sich nun zwingt, zu jedem Klassiker auch noch einen Berg Sekundärliteratur zu lesen, sollte man sich im Klaren darüber sein, warum genau man sich die Klassiker eigentlich zu Gemüte führt: Habe ich einen wissenschaftlichen Ansatz und will den Autor, die Entstehungszeit und die Bedeutung des Buches für diese Epoche nachvollziehen? Oder hoffe ich einfach nur, ein gutes neues Buch kennenzulernen, das heute vielleicht noch genauso aktuell ist wie damals?
Im ersteren Fall empfiehlt es sich natürlich, sich intensiver mit Hintergrundinformationen und Analysen auseinanderzusetzen. 
 
Im zweiten Fall jedoch, der bei mir meistens der Grund zum Lesen ist, halte ich das nicht für nötig. Meiner Meinung nach sollte ein Buch, um als Klassiker auch in nachfolgenden Epochen noch beliebt zu sein, immer wieder aktuell sein und nicht nur eine geschichtliche Bedeutung haben, denn sonst könnte ich auch gleich ein Geschichtsbuch lesen. Das heißt also, dass man das Buch zumindest auf einigen Ebenen auch ohne historisches Vorwissen verstehen und genießen können sollte.
Zudem gehören ja zu einem guten Buch auch Dinge wie ein angenehm zu lesender Schreibstil, den man meist entweder mag oder nicht mag, ob man ihn nun analysiert oder nicht. Und nur, weil etwas vor Jahren mal aktuell und "in" war, heißt es nicht, dass man es heute noch mögen muss.
Wenn ich einen Klassiker also nicht leiden kann, würde ich ihn vermutlich auch mit mehr Hintergrundwissen nicht besonders mögen. 
 
Ingesamt habe ich die Einstellung gewonnen, dass ich mich nicht in historischen Kontext, wissenschaftliche Analysen und die Perspektive der damaligen Leser quetschen will, um ein Buch verstehen und mögen zu können. Ein Buch nicht zu mögen heißt schließlich nicht automatisch, es nicht verstanden zu haben.
Somit bewerte ich Klassiker so, wie ich jedes andere Buch bewerte, da ich nicht einsehe, warum man an sie nicht genau wie an zeitgenössische Literatur den Anspruch haben sollte, sie auch ohne viel Hintergrundwissen schätzen zu können.
 
Wie seht ihr das? Wendet ihr besondere Maßstäbe beim Bewerten von Klassikern an?

Kommentare:

  1. Ach ja, die Welt und die Klassiker :)

    Ich finde, heutzutage haben viele Leute vergessen, weshalb die meisten Klassiker überhaupt geschrieben wurden. Nämlich um zu unterhalten. Die Sprache ist für uns heute schwerer zugänglich, weil sich Sprache nun einmal verändert. Aber z.B. Sherlock Holmes - wurde geschrieben um Geld zu verdienen. Nicht, um später in Schulen diskutiert zu werden. Man kann in jedes Buch tonnenweise Zeugs hineininterpretieren (der Vorhang war blau weil das dies und jenes widerspiegelt. Vielleicht hatte der Autor einfach nur selber blaue Vorhänge). Aber das kann man auch mit zeitgenössischer Literatur machen. Deshalb gibt es doch auch Buchclubs, die machen da doch eh nichts anderes.

    Ich persönlich finde, dass es einem zwar gut gut, hin und wieder einen Klassiker zu lesen, man jedoch nicht gleich das Gefühl haben muss, dass man noch tonnenweise Zusatzliteratur braucht. Auch ich habe schon Klassiker abgebrochen (eines von Jane Austen) - ganz einfach, weil es für mich nichts ist. Hintergrund und Frauenbewegung hin oder her. "Der Fänger im Roggen" habe ich sehr gerne gelesen und hatte Freude daran, das Buch hat mir viel gegeben, ohne dass ich in jeden Satz weiss Gott was hineininterpretieren musste.

    Wenn man Klassiker freiwillig liest, sollte man nicht mit dem schulischen Lernzwang daran gehen, sondern einfach Freude am Lesen haben.

    Entschuldige meinen langen Kommentar (ja, ich lese gerne Klassiker ;) - ich hoffe, ich habe nicht zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger gewackelt.

    Viele Grüsse
    Jari

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    1. Das ist ein guter Punkt, über den ich noch gar nicht nachgedacht habe. Aber klar, welcher Autor schreibt schon nur mit dem Ziel, dass seine Bücher später Klassiker werden? Ich glaub, ich fänd es sogar blöd, wenn meine Bücher in der Schule diskutiert würden ^^.
      Man kann in Literatur aus jeder Zeit viel reininterpretieren - oder es einfach sein lassen.
      Hm, ich glaub, Buchclubs diskutieren die Bücher eher so wie in Leserunden. Ein bisschen spekulieren oder sich darüber austauschen, wie man das Buch findet, kann ja auch ganz schön sein.

      Welches von Jane Austen hast du denn abgebrochen? Bei einem war ich auch nah dran ^^. Ja, das sehe ich auch so, ich will nicht das Gefühl haben, noch lauter Fachbücher dazulesen zu müssen. Sonst hätte ich nämlich auch keine Freude daran.

      Für lange Kommentare muss man sich bei mir nie entschuldigen ;).

      LG,
      Charlie

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    2. Das denke ich eben auch. Natürlich ist es toll für einen Autoren, wenn er so einen Erfolg hat, dass er später ein Klassiker wird. Aber auch ein Schriftsteller muss essen und Miete bezahlen, also ist für ihn/sie doch besser, wenn das Buch zu Lebzeiten Erfolg hat^^

      Deshalb mag ich Buchclubs und Leserunden - man diskutiert einfach und erzählt, was man selbst denkt und bekommt neue Inputs. Aber ohne dieses "So ist es und nicht anders". Das findet man dann eben in der Schule, was ich irgendwie ziemlich traurig finde. Da gibt es gar keinen Platz mehr für eigene Interpretation, alles muss so sein, wie von einem Literaturwissenschaftler vorgekaut.

      Das war "Emma", die war ja gar nicht meins. "Stolz und Vorurteil" fand ich dann ganz amüsant und angenehm zu lesen. Aber Emma - ne, mit der wurde ich nicht warm. Bei welchem warst du denn nah dran?

      Viele Grüsse
      Jari

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    3. Tja, Jane Austen hat wohl nicht umsonst über Emma gesagt, sie werde eine Heldin erschaffen, die außer ihr niemand so richtig leiden kann ^^.
      "Emma" ist eines meiner Lieblingsbücher von ihr, aber ich verstehe, dass es Geschmackssache ist.
      Bei mir war es "Mansfield Park", da fand ich die Hauptfigur einfach nur entsetzlich nervig.

      Liebe Grüße :)

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  2. Ich habe auch immer das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich Klassiker rezensieren soll, deshalb lasse ich es meistens einfach. Ich schreibe dann eher kurz im Rückblick, ob es mir gefallen hat oder nicht, aber das war es auch. Manchmal vergebe ich nicht mal eine Bewertung, weil ich mir so unsicher bin, wie ich es überhaupt fand und dann habe ich auch noch die Bedenken, die du geäußert hast: Habe ich es einfach nicht aufmerksam genug gelesen oder nicht verstanden und mochte es deshalb nicht? Wird mich irgendjemand hassen, weil ich dieses "Meisterwerk" nicht mochte? Wenn ich die Rezension einfach weglasse, brauche ich mir darüber keine Gedanken zu machen.
    Klassiker sind meist ja ohnehin bekannt genug, dass ich niemanden auf deren Existenz aufmerksam machen muss, indem ich einen Post darüber schreibe. :D

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    1. Ich habe auch schon bei einigen Büchern überlegt, sie einfach gar nicht zu rezensieren, aber da habe ich dann doch eine kleine Macke, weil ich seit Jahren jedes Buch, das ich lese, rezensiere, und das nicht ändern wollte ^^.
      Aber die Fragen, ob man ein Buch nicht verstanden hat oder ob einen jetzt jemand hassen wird, kann man sich ja eigentlich auch bei allen modernen Büchern stellen. Tut man aber meist nicht und dieses Selbstbewusstsein sollte man sich beibehalten, finde ich.
      Klar, aufmerksam machen muss man nicht, aber so einen kurzen Rückbklick finde ich persönlich interessant, weil ich Rezensionen eh hauptsächlich lese, wenn ich das Buch selbst kenne und mitreden kann.

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    2. Ich rezensiere auch sonst längst nicht jedes Buch, deshalb bin ich damit etwas lockerer. Aber stimmt, einfach für die Diskussion ist das schon immer ganz interessant. Mir fehlen da aber oft auch einfach die Worte, wenn ich ein Buch beispielsweise langweilig fand, das aber so nicht einfach begründen möchte oder kann. Also bleibe ich wohl dabei, es bis auf Ausnahmen einfach zu lassen :D

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    3. Ja, klar, wenn man es nicht gut begründen kann (ist ja oft auch einfach nur so ein persönlicher Eindruck, das Problem hab ich auch oft), ist es besser, keine Rezension zu schreiben, weil die sonst ja auch niemandem was bringt.
      Und Rezis schreiben sollte ja generell Spaß machen und keinen Stress verursachen :).

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  3. Ehrlich gesagt verbinde ich mit Klassikern immer meine Schul Literatur und durch die musste ich mich echt durchquälen. Weshalb ich sie wirklich meide, aber ich bin gespannt, welche du uns vorstellst und wie sie dir gefallen habe. Finde es toll, dass du noch mal einen Beitrag dazu machst, wie du sie bewertest und ganz ehrlich, ich würde es wie du machen. Wenn mir ein Klassiker nicht zusagt, dann würde ich das auch ganz ehrlich sagen und wie du schon sagtest, heißt das ja nicht, dass man ihn nicht verstanden hat. Bei letzterem hätte ich wohl auch nur Lust, mich mit dem Buch mehr zu beschäftigen, wenn es mir in irgendeiner Form zugesagt hätte.

    Wobei ja angelich sogar Harry Potter zu den Klassikern zählt, die Reihe habe ich ja gelesen und geliebt, womit ich ja dann doch einen Klassiker in meiner Freizeit gelesen hätte. Ich würde die Reihe zwar nicht dazu zählen, finde sie aber immer wieder auf Listen für Klassiker. Der Begriff scheint somit auch etwas dehnbar zu sein xD.

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    1. Das ist wohl der Fluch der Klassiker ^^. Ich habe das Problem zum Glück nicht so, da ich Zuhause meistens ganz andere Klassiker lese als in der Schule. Die aus der Schule hätte ich wohl freiwillig nie angerührt.
      Ich habe sogar schon Klassiker rezensiert, nämlich alle Romane von Jane Austen :).
      Genau, das ist auch so ein Punkt. Ich habe doch gar keine Lust mehr, mich mit einem Buch auseinanderzusetzen, das ich total ätzend fand.

      Jaaaa gut, das kommt dann drauf an, wie man den Begriff Klassiker definiert. Sicher wird Harry Potter auch in Jahrzehnten noch gelesen werden. Aber Klassiker waren ja meist auch in ihrer Zeit sehr beliebt und damals dann noch modern und wurden nicht in der Schule analyisiert ^^. Also könnte HP durchaus mal ein Klassiker sein.

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  4. Huhu!

    Bisher habe ich auf meinem Blog nur drei Klassiker besprochen, und Gott sei dank haben sie mir alle gut gefallen - ich glaube, ich würde mich auch sehr schwer mit der Rezension tun, wenn mir ein Klassiker überhaupt nicht gefällt! Wie du schon sagst, man will ja nicht der Depp sein, der das Buch einfach nicht richtig versteht.

    Es ist wirklich so eine Gratwanderung: inwieweit muss ein Buch unabhängig von historischem Hintergrundwissen bestehen können?

    Interessanter Beitrag!

    LG,
    Mikka

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    1. Das ist dann natürlich der Idealfall ;).

      Ja, das ist eben das Problem :/. Wobei ich einen kurzen Anhang mit historischem Kontext oder besser, ein spoilerfreies Vorwort mit Infos über Autor und Zeit ja noch akzeptieren würde. Ich möchte nur keine seitenlangen Analysen von Leuten lesen müssen, die dann sonst was in die Geschichte hereininterpretieren, was sie sich genauso gut komplett ausgedacht haben könnten.

      Danke für das Kompliment :).

      LG,
      Charlie

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  5. Ich dachte neulich noch, dass man manche Klassiker nur verstehen bzw. schätzen kann, wenn man um die Zeit weiß, in der sie entstanden sind und die Gründe, warum sie geschrieben wurden. Aber um sie zum Vergnügen zu lesen, muss auch ich das Zeitlose darin entdecken können, das, was sie einem heute noch geben können.
    LG, Ingrid

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    1. Ja, das ist sicher wahr, zum Teil muss man sich ja auch auf die historischen Umstände oder die Sprache einlassen. Und gegen etwas Kontext, zB in Form eines Anhangs, habe ich ja auch gar nichts. Aber etwas Zeitloses sollte ein Buch auch schon haben und wenn ich es absolut schrecklich finde, kann es nicht nur an meinem mangelnden Wissen liegen.
      Danke auch für deine Erwähnung in deinem Blog :).

      LG,
      Charlie

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  6. Hallo nochmal,

    (okay, so langsam komme ich mir nervig vor. Tut mir leid. Aber deine Posts regen so zum Nachdenken an, und sind interessant und ... )

    Ich habe vor 2,5 Jahren mal "Vom Winde verweht" gelesen und mich durchgequält. Danach hatte ich erst mal keine Lust mehr auf Klassiker. Ich hab mich ein bisschen auf meinem Blog abgeregt, aber auf eine Sternchen-Bewertung verzichtet, weil es eben ein Klassiker ist. Den ich leider beim besten Willen nicht toll finden konnte.
    Und auch wenn man sagen kann, dass Scarlett für ihre Zeit eine herausragend selbstbewusste Frau war, ging sie mir schlichtweg nur auf die Nerven. Das war mein Eindruck als Leser. Nicht als Bewunderer der Kunst dieser ästhetischen Literatur mit versteckter Gesellschaftskritik, sondern als Leser.

    Vor kurzem habe ich eine Schullektüre gelesen, die ich beim Lesen noch nicht ausstehen konnte. Je mehr wir sie allerdings besprachen, desto mehr löste sich diese Abneigung auf. Ich mochte das Buch anschließend nicht, aber ich fand es okay. Mit dem Wissen des gesellschaftlichen und biografischen Hintergrundes und der künstlerischen Umsetzung und so weiter.

    Aber wenn ich einen Klassiker lese, ohne das alles auseinanderzupflücken, sondern einfach nur des Lesens willen, dann kann es eben auch passieren, dass ich ihn nicht mag. Und ja, das kann daran liegen, dass eben nicht meine Zeit und mein Stil ist.
    Aber Bücher können auch noch gut sein, wenn sie hundert Jahre alt sind.

    Mittlerweile habe ich wieder Lust, Klassiker zu lesen. Auch ohne sie auseinander zu pflücken.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Absolut kein Problem :D. Ich freue mich über so viele begeisterte und ausführliche Kommentare!

      Genau dieser Unterschied ist auch immer mein Problem.
      Ich möchte ein Buch, das ich in meiner Freizeit lese, ja einfach so genießen können, ohne es erklärt zu bekommen.
      Aber wenn mir dann jemand diese andere Perpsektive eröffnet, dann finde ich manche Bücher gar nicht mehr so schlecht.

      Ich glaube, sollte ich jemals nochmal freiwillig einen Klassiker analyisieren, werde ich zwei Bewertungen schreiben: eine direkt nach dem Lesen und eine nach der Analyse. Wäre mal recht interessant.

      Hast du schon einen bestimmten im Auge?

      Liebe Grüße,
      Charlie

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    2. Stimmt, das wäre wirklich sehr interessant, gerade im Vergleich. Ich meine, letztendlich ist das vermutlich der übliche Gegensatz Unterhaltung - Kunst. Was manchmal als Kunst präsentiert wird, gerade im modernen Zusammenhang, würd ich mir auch nicht unbedingt ins Wohnzimmer hängen, aber wenn man über die Intention und Idee nachdenkt, kann das schon faszinierend sein.

      Ich möchte auf jeden Fall noch "Stolz und Vorurteil" lesen, weil ich es leid bin, die ständigen Anspielungen nicht zu verstehen, wobei ich mich noch nicht so ganz zwischen Deutsch und Englisch entscheiden kann. :D

      Liebe Grüße
      Dana

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    3. Das ist wahr. Unterhaltung unterhält halt einfach so, mit Kunst muss man gewillt sein sich zu befassen und etwas Aufwand zu betreiben. Und das ist dann wiederum eine Geschmacks- und Interessenfrage.

      Also ich bin ja der Meinung, dass sich Jane Austens Bücher immer lohnen, einfach, weil sie so eine herrlich ehrliche und böse Art hat, Menschen zu beschreiben. Allerdings können ihre Romane auch etwas langatmig sein, was die Verfilmungen dann ausgleichen. Dafür fehlt in Verfilmungen von S&V ein Teil der Entwicklung ihrer Gefühle.
      Ich kann dir das Buch empfehlen :). Die Verfilmung mit Keira Knightley aber auch ^^.

      LG

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