[TV-Tagebuch] "Oscar-Verleihung 2017

Charlie | Dienstag, 28. Februar 2017 |


Das außerthematische zuerst: "Keine Zeit für Langeweile" erstrahlt in neuem Design und das dank der wunderbaren Ines. Es hat schon was für sich, Kontakte zu einer in Sachen Webdesign begabten Bloggerin zu haben ;). (Obwohl ich Ines das natürlich nicht als reinen Freundschaftsdienst abgezwungen sondern brav dafür bezahlt habe.)
Ich für meinen Teil bin mehr als zufrieden mit dem neuen Design. Ich hatte mir etwas gewünscht, das meinen Blog etwas professioneller und minimalistischer wirken lässt, gleichzeitig aber nicht zu kalt und trist anzuschauen ist, und auch meiner Lieblingsfarbe blau bin ich treu geblieben. Und Ines hat meine doch sehr vagen und teilweise unverständlich formulierten wünsche ganz fantastisch umgesetzt, wie ich finde.
Je nachdem, wieviel Zeit ich in den nächsten Wochen habe, werde ich auch mal versuchen, meine alten Rezensionen farblich zu überarbeiten (wozu ich bei den letzten Design-Wechseln immer zu faul war) und überall die neuen Unterschriften zu ersetzen.
Also, falls ihr auch mal Design-Hilfe braucht - wendet euch vertrauensvoll an Ines ;)!



Jetzt aber zum eigentlichen Thema dieses Posts:
In der Nacht von Sonntag auf Montag (bei uns ab 2:30 Montagnacht) hat wieder die alljährliche Oscar-Verleihung, genauer gesagt die Verleihung der Academy Awards of Merit der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), stattgefunden. Wie immer wurden die besten Streifen und Personen in 24 Kategorien rund ums Filmemachen geehrt und endlich, nachdem ich es mir schon jahrelang vorgenommen hatte, musste ich mal nicht am nächsten Tag zur Schule oder arbeiten und konnte sie mir live ansehen.
In weiser Voraussicht haben wir uns ein paar Stunden davor hingelegt, um ein bisschen "vorzuschlafen", um dann auch bis knapp 6:30 Uhr durchzuhalten, was erstaunlich gut geklappt hat.
Die nachfolgenden Gedanken und Kommentare sind in völlig zufälliger Reihenfolge verfasst worden, da meine Kategorie "TV-Tagebuch" ja mehr ein Kommentar als eine Rezension darstellt.
Wer übrigens etwas über die Hintergrundgeschichte der Oscars und in bisherigen Verleihungen aufgestellte Rekorde wissen möchte, kann gerne in meine Posts aus dem Jahr 2013 hier und hier reinschauen, für die ich damals einiges an Recherchen über die AMPAS und die Auszeichnung betrieben habe, auch wenn wohl nicht mehr alles aktuell ist.



Die Gewinner*innen

Das Wichtigste zuerst: die Siegerfilme bzw. Sieger*innen. Ich spare es mir jetzt mal, die Liste aller gewonnenen Auszeichnungen, die man auch auf Wikipedia finden kann, hier zu posten, und widme mich stattdessen meiner Meinung, die... nun ja, schwer zu bilden ist, da ich von den Siegerfilmen nur sage und schreibe drei kannte.

Colleen Atwood konnte für "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" ihren vierten Oscar für Kostümdesign abstauben, wozu ich keine wirkliche Meinung habe, denn ich fand die Kostüme in PT zwar toll, die in anderen nominierten Filmen sahen aber auch nicht schlecht aus.
Im Internet brach daraufhin übrigens eine Diskussion aus, ob es nicht total schrecklich sei, dass ein Spin-Off der Harry-Potter-Reihe einen Oscar bekommt während die ursprüngliche Reihe nie einen bekommen hat. Manche Menschen können anderen auch wirklich nichts gönnen und müssen überall etwas Schlechtes finden. Zumal es ja "nur" der Oscar für Kostümdesign war und keine Botschaft in Richtung "Hahaha, "Phantastische Tierwesen" ist besser als die Harry-Potter-Filme"...

"Zootopia" (im deutschen "Zoomania") bekam den Oscar als bester Animationsfilm, was ich okay finde, da ich den Film - wie bereits in diesem Post erwähnt - und seine Botschaft recht gerne mochte.

Die meisten Nominierungen (14) und Gewinne (6) des Abends konnte "La La Land" einheimsen, den ich, wie man meiner Rezension entnehmen kann, wunderschön fand.
Die beste Kamera (Linus Sandgren), den besten Soundtrack (Justin Hurwitz) und die beste Hauptdarstellerin (Emma Stone) gingen meiner Meinung nach absolut verdient an den Musicalfilm.
Damien Chazelles Regie-Oscar kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich noch nicht ganz verstanden habe, wie man die Arbeit eines Regisseurs genau erkennt, aber ich freue mich für ihn, dass sein Herzensprojekt, für dessen Umsetzung er so hart gekämpft hat, so gut angekommen ist. Ebenfalls nicht viel sagen kann ich zum Oscar für das beste Szenenbild, der an David Wasco und Sandy Reynolds-Wasco ebenfalls für "La La Land" ging.
Mit dem Oscar für den besten Filmsong für "City of Stars" bin ich etwas unzufrieden, da ich den Song zwar angenehm anzuhören finde, musikalisch wie inhaltlich "Audition (The Fools Who Dream)" aber deutlich besser fand.
Obwohl ich sehr begeistert von dem Film war, bin ich nicht unglaublich traurig darüber, dass "La La Land" von seinen 14 Nominierungen nur 6 Auszeichnungen holen konnte. Ryan Gosling zB fand ich zwar toll, aber nicht so herausragend wie andere Schauspieler, die bereits als beste Hauptdarsteller nominiert worden sind. Ähnlich ging es mir mit dem Kostümdesign und alle 14 Trophäen hätte der Film ohnehin nicht holen können, da er zweimal in derselben Kategorie (Bester Filmsong) nominiert war.
 


Der Patzer beim "Besten Film"

Ich habe noch nicht viele Presseberichte zur Verleihung gelesen, aber ich bin mir sicher, dieser Patzer ist in aller Munde.
Als es endlich zur Verkündung der begehrtesten Auszeichung "Bester Film" kommen sollte, kam es zu einem Fehler, durch den Warren Beatty den Umschlag für den Preis der "Besten Hauptdarstellerin" in der Hand hielt. Er zögerte nach den Öffnen und seine Kollegin Faye Dunaway warf kurzerhand einen Blick darauf, erblickte scheinbar lediglich den Filmtitel und kündigte "La La Land" als Gewinner an.
Erst, als die vermeintlichen Preisträger*innen schon auf der Bühne standen und ihre Dankesrede hielten, fiel der Fehler auf und sie mussten die Trophäen an das Team von "Moonlight" abgeben. Peinlich für die Verantwortlichen und gemein für die "Verlierer*innen", die das Ganze jedoch sportlich nahmen. 
Ein bisschen tut es mir ja leid, dass ausgerechnet dieser Aspekt der Verleihung in den Medien scheinbar so ausgeschlachtet wird, denn das erinnert nicht nur alle Beteiligten immer wieder an die unangenehme Situation, sondern stiehlt auch den schönen und unterhaltsamen Ereignissen des Abends die Show, beispielsweise einigen tollen Dankesreden (siehe unten). Ich finde nicht, dass man sich über einen solchen Patzer nun noch tagelang auslassen muss, denn passiert ist es nun einmal und es ist den Verantwortlichen sicher auch so schon peinlich genug, dass sie dafür sorgen werden, dass es nicht wieder vorkommt.



Moderation 

Moderator war dieses Mal Jimmy Kimmel, den ich bisher nur vom Namen und von wenigen Videos aus seiner Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!" kannte.
Ich habe ihn als sehr angenehmen Moderator empfunden, denn er hat einen intelligenten Humor und gleichzeitig nicht zu gezwungen versucht witzig zu sein.
Verwirrt haben mich zunächst die Sticheleien gegen Matt Damon, die ich erst dann wirklich witzig fand, als ich die Hintergrundgeschichte davon kannte (Offenbar ist die "Fehde" zwischen ihnen ein Running Gag aus Jimmy Kimmels Show.).
Und natürlich gab es auch einige Sticheleien gegen Trump, die vielleicht nicht unbedingt nötig, aber trotzdem irgendwie witzig waren. Zum Beispiel stelle Jimmy Kimmel einer Gruppe Touristen, die er scheinbar mit einem Besuch auf der Verleihung überrascht hatte, die in der erste Reihe sitzenden Personen vor und kommentierte die zum 20. Mal für einen Oscar nominierten  Meryl Streep nur kurz mit den Worten "Meryl Streep, overrated", so wie auch Donald Trump sie als überbewerter bezeichnet hatte, nachdem sie ihn in einer Rede kritisiert hatte. Später twitterte er auch live in der Show an Trump mit dem Hashtag #merylsayshi.
Dies war erst die dritte Oscar-Verleihung, die ich mir angesehen habe, und ich denke, man kann es mit Moderator*innen wirklich deutlich schlechter treffen. Obwohl ich sagen muss, dass mir Ellen DeGeneres (2014) und Neil Patrick Harris (2015) einen Ticken besser gefallen haben.



Dankesreden

Die Dankesreden zu hören finde ich immer sehr spannend, auch wenn ich die meisten leider nicht im Detail verstanden habe, da wir sehr sehr leise Fernsehen gucken mussten - Es war ja schließlich mitten in der Nacht.
Gefühlt gibt es drei Kategorien von Dankesreden, manchmal auch in Kombination: "Danke an meine Familie/Freund*innen.", "Danke an das Filmteam/meine Kolleg*innen" und "Ich widme diese Auszeichnung [politische Botschaft einsetzen]."

Im Grunde finde ich es selbstverständlich, bei so einer Ehrung erstmal den Menschen zu danken, die das alles möglich gemacht haben, seien dies nun Kolleg*innen oder Menschen, die einen im Privatleben unterstützen. Und teilweise sind diese Reden auch wirklich emotional und berührend. Besonders gut gefallen hat mir zB die von Benj Pasek (Verfasser des Textes von "City of Stars", das den Oscar für den besten Filmsong gewann), der unter anderem seiner Mutter dankte, die ihn in seiner künstlerischen Karriere immer unterstützt hat: "This is dedicated to all the kids who sing in the rain and all the moms who let them." (frei von mir übersetzt: "Diese Auszeichnung ist all den Kindern gewidmet, die im Regen singen, und all den Müttern, die sie das tun lasen.").

Spannender als das Privatleben der Stars finde ich es aber immer, wenn die Ausgezeichneten ihre Redezeit nutzen, um eine politische Botschaft rüberzubringen, wie beispielsweise Leonardo DiCaprio letztes Jahr, der auf die große Gefahr durch den Klimawandel aufmerksam machte.
Auch dieses Jahr gab es wieder einiges an politischen Anspielungen zu hören und man wurde das Gefühl nicht los, dass dabei besonders indirekt auf Donald Trump reagiert wurde.
Als der iranische Film "The Salesman" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann, konnte der Regisseur Asghar Farhadi ihn nicht persönlich entgegennehmen, da er sich bereits bevor der "travel ban" wieder aufgehoben wurde, gegen eine Teilnahme an der Verleihung entschieden hatte. Er ließ stattdessen eine Rede verlesen, in der er dazu aufruft, Stereotype zu überwinden und Menschen nicht in Kategorien einzuteilen.
Auch der Italiener Alessandro Bertolazzi, der den Oscar für bestes Make-Up und Frisuren erhielt, setzte ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, indem er seine Trophäe allen Immigrant*innen widmete.
Und Orlando von Einsiedel, der zusammen mit Joanna Nataesegara den Oscar für den besten Dokumentar-Kurzfrilm erhielt, bat die Anwensenden aufzustehen, um die Menschen in Syrien daran zu erinnern, dass auch das Publikum und die Künstler*innen auf der Oscar-Verleihung sie nicht vergessen und wollen, dass der Krieg dort so schnell wie möglich endet. Eine Aufforderung, der die Zuschauenden sofort nachkamen, was in meinen Augen ein wunderschönes Zeichen war.




 Lohnt es sich, die Oscars live zu sehen?

Nachdem ich jahrelang so sehnsüchtig auf dieses Erlebnis gewartet habe, muss ich jetzt natürlich auch Bilanz ziehen. Im Nachhinein weiß ich gar nicht mehr, was ich mir davon eigentlich erhoft hatte, die Oscar-Liveübertragung zu sehen, aber ich kann auch nicht sagen, dass ich die größtenteils schlaflose Nacht bereuen würde. Mit toller Moderation, schönen Showeinlagen, unterhaltsamen Gags und inspirierenden und berührenden Reden war die Oscar-Verleihung erstaunlich kurzweilig anzusehen und es war interessant, die in den erfreulich kurzen Werbepausen ständig eingespielten Trailer zu all den nominierten Filmen zu sehen. Viele davon sagten mir nämlich, um ehrlich zu sein, gar nichts und die Oscar-Verleihung war ein schöner Überblick über das vergangene Filmjahr, der mich für einige der Nominierten interessieren konnte.
Notwendig ist es aber sicherlich nicht, sich für dieses mediale Ereignis  eine ganze Nacht um die Ohren zu schlagen, denn es gibt im Internet meist direkt wenige Stunden später die wichtigsten Highlights zusammengefasst, was einem eine Menge Zeit spart, die in der Live-Version für Werbepausen und die für viele eher uninteressanten "kleinen Oscars" wie Tonschnitt & Co draufgeht.
Ich denke, falls es sich nächstes Jahr wieder ergibt, würde ich mir die Verleihung nochmal ansehen, aber nicht extra meinen Terminkalender umsortieren, nur um es möglich zu machen.







Habt ihr euch die Oscar-Verleihung angesehen? Wenn ja, wie fandet ihr sie? Hattet ihr Oscar-Favoriten und haben sie auch gewonnen oder hättet ihr die Trophäen anderen Filmen/Personen gegönnt? Gibt es Oscar-Filme, die ihr euch noch anschauen wollt? Und welche der nominierten Filme habt ihr vielleicht schon gesehen?


Kommentare:

  1. Ich habe sie mir ja auch Live angeschaut und nebenbei gleich meinen Beitrag getippt und auch fleißig getwittert. Mir hat das geholfen um wacht zu bleiben, denn alleine ist das echt gar nicht so leicht. Jimmy Kimmel hat für mich seine Sache auch ziemlich gut gemacht. Generell bin ich ja Fan seiner Show und habe auch seinen Youtube Account abboniert. Absolutes Highlight die Mean Tweets Oscar Edition, generell eine empfehlenswerte Reihe, die sehr unterhaltsam ist. Das mit den Touris fand ich aber nicht so gelungen, wirkte irgendie peinlich und fehl am Platz. Dafür mochte ich die politischen Spitzen und die Gags über Matt Damon. Vor allem den kurzen Film den es dann gab. Sehr lustige Sache, ich hab mich echt weggeschmissen. Aber gerade solche Dinge finde ich immer sehr unterhaltsam, vor allem weil da viele Promis auch beweisen, dass sie über sich selbst Lachen können. Das Live Tweeting fand ich aber auch super.

    Mit den Gewinnern bin ich zufrieden. Über Viola Davis habe ich mich sehr gefreut, genauso darüber, dass Emma ihren ersten Oscar abholen durfte. Etwas schade ist nur, dass aufgrund der Panne Moonlight als bester Film jetzt komplett in den Hintergrund gerät. Da hat der Film wirklich mehr verdient, denn die Botschaft ist ja sehr wichtig. Ein Grund, weshalb ich auch nicht traurig bin, dass er am Ende gewonnen hat.

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    1. Den habe ich auch schon gelesen, kriegst natürlich noch einen Kommentar :).
      Ich folge seiner Show auch auf YouTube und finde die Mean Tweets da generell total lustig. Sogar Obama war ja mal da!
      Das mit den Touris habe ich erst gar nicht verstanden, ob das ein Scherz sein soll oder ob es echt war.
      Die Spitzen gegen Matt Damon waren wirklich lustig, aber ich fand sie noch lustiger, als ich rausgefunden habe, dass das ein Running Gag zwischen den beiden ist. So wirkten sie erstmal völlig aus der Luft gegriffen. Das war wirklich fies, wo sie bei anderen Schauspieler*innen "ernstzunehmende" Filme eingespielt und kommentiert haben, um zu zeigen, wie toll sie sind, und bei Matt Damon dann "We Bought A Zoo" :D.
      Ich finde es auch klasse, wenn Promis über sich lachen können.

      Emma Stone habe ich den Oscar auch absolut gegönnt und auch wenn ich "Fences" noch nicht gesehen habe, bin ich sicher, dass Viola Davis ihren Oscar auch verdient hat.
      Ich finde es auch schade, dass "Moonlight" jetzt nur noch durch diese Panne in der Presse ist. Ich werde ihn mir ansehen, wenn er raus ist, und dann vielleicht Hier rezensieren.

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    2. Obama hat ja eh jeden Witz mitgemacht, bei Trump wird das wohl nicht der Fall sein, mit Kritik hat der ja so seine Probleme. Ich fand das soo genial, vor allem die Kommentare dann dazu. War für mich der Moment, wo ich ich echt am meisten Lachen musste. Vor allem wie Matt Damon dann danach einen Preis verliehen hat und dazu noch mal Stellung genommen hatte, das war echt sehr gelungen.

      Danke auch für dein liebes Kommentar zu meinem Beitrag.
      Also in den letzten Jahren war die Werbung immer in der Form. Bisher wurden da immer nur die Filmtrailer gezeigt, aber manche davon kommen halt echt ziemlich oft und werden dann ständig gespielt. Das nervt dann.

      Ich kann mich dir da nur anschließen. Ich finde auch, dass gerade Künstler durch ihre Einflussmöglichkeiten, die sich auch auf junge Menschen haben, auch eine Vorbildfunktion besitzen und es wichtig ist, dass sie auf Probleme aufmerksam machen und ihre Meinung vertreten. Sie können da halt viel bewirken. Somit kann ich die Aussage auch nicht nachvollziehen, zumal Politik wie du schon sagtest, jeden etwas angeht. Und ich finde, dass man da auch akzeptieren sollte, wenn jemand eine andere Einstellung hat, als man selbst.

      Konnte die Aufregung auch null verstehen, denn für mich gehört das Spin Off ja zu Harry Potter dazu und somit war es ein Gewinn für die gesamte Reihe. Ich liebe Dokumentationen ja, wenn ich die Thematik anspricht und diese interessiert mich inhaltlich auch. Der Fall hat ja in den Usa ziemlich für aufsehen gesorgt, da gab es dann auch öffentliche Gerichtssitzungen, die sogar im Internet übertragen wurden, weil da os ein Interesse bestand. Ich habe davon auch nicht viel mitbekommen, war da einfach noch zu jung. Aber da ch ja auch American Crime Story schauen möchte, wo sich die erste Staffel um diesen Fall dreht, würde ich mich vorher gerne bezüglich der echten Ereignisse und dem Verlauf erkundigen, um zu wissen, was dann der Wahrheit entspricht und was etwas aufgebauscht wird. Gerade Netflix hat ja viele spannenden Dokus im Programm (kann dir da beispielsweise die um Amanda Knox sehr empfehlen), sodass ich hoffe, dass die nun auch diese Oscar ausgezeichnete Doku mal mit aufnehmen ins Portfolio.

      Also ich denke, dass alle Filme auf sehr hohem Niveau und sind und es jeder Film verdient hat. Toni Erdmann habe ich auch nicht gesehen, ich habe natürlich für den Film die Däumchen gedrückt, weil es halt unser Kandidat war. Schlimm, dass er nun nicht gewonnen hat, fand ich es nun aber nicht.

      Ich wusste gar nicht, dass die Filme sonst Ryan und Emma singen, ich habe mir ja mit Absicht die Songs und Performances im Film nicht angeschuat, weil ich da einfach diesen Überraschungsmoment noch haben möchte. Dieser Wow Effekt.

      Und wie hat dir Hidden Figures gefallen? Ich habe bisher durchweg positives gehört.

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    3. Ich fand es ja schon überraschend, dass Trump sich von Jimmy Fallon durch die Haare hat wuscheln lassen :D. Allerding bevor er Präsident war. Ja, auf Kritik reagiert er ja eher... empfindlich.

      Für den Spoiler zu "La La Land" hab ich mich ja schon auf deinem Blog entschuldigt :S.

      Und zu "Hidden Figures" kommt hoffentlich bald die Rezension :).

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    4. Keine Angst, du hast mich jetzt nicht gespoilert ;). Also ich werde ihn mir auf Amazon Prime leihen, kommt halt drauf an, ab wann er da verfügbar ist. Mittlerweile geht das ja doch ziemlich schnell.

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  2. Ich hab La La Land erst vor ein paar Tagen gesehen. Der lief hier nämlich nie, im Zuge der Oscar Verleihung kam er dann aber doch noch für fünf Tage in unser Kino.
    Ich kann dir was Ryan Gosling angeht auch nur zustimmen. Emma Stone fand ich wirklich klasse; die hat den Oscar verdient. Aber er... na ja. Er ist kein schlechter Schauspieler, fand seine Leistung jetzt aber auch nicht hervorstechend überragend.
    Alles in allem war der Film aber auch einfach schön.
    Ansonsten hab ich in dem Jahr leider bisher fast nichts gesehen, was für den Oscar nominiert worden wäre...

    Die Frage ist natürlich aber auch, wenn man sich Likes kauft und einen Blog beispielsweise über Fotografie führt, was einem dann gekaufte Likes bringen? Gekaufte Likes werden keinen Kunstdruck deiner Werke kaufen und dich auch in keiner weiteren Form unterstützen. Das bringt auch einen Künstler, sieht man mal von der größeren Zahl ab, nicht weiter.

    Ich lebe zwar nicht von meinem Blog, aber ich bin eben Selbstständige Fotografin und sehe die Dinge daher anders. Mir ist sicher mehr bewusst (als vielen Bloggern da draußen...) was so ein unbezahltes Produkt eine Firma kostet. Das ist minimal. Gerade im Vergleich zu dem was sie als Werbung zurück bekommen. Daher sehe ich es aus Prinzip nicht mehr ein kostenlos Werbung für eine Firma zu machen.

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    1. Wow, hätte nicht gedacht, dass dieser Film an irgendeinem Kino vorbeigehen könnte, so, wie er gefeiert wurde!

      Ich glaube, du bist die erste, die mir in dem Punkt zustimmt :D. Ich finde es fair, dass nur sie den Oscar für die Rolle gewonnen hat. Er ist sicher ein sehr guter Schauspieler, kann das aber vielleicht noch in anderen Rollen noch besser zeigen.
      "Einfach schön" beschreibt den Film erstaunlich gut :).

      An mir sind die meisten Oscar-Filme dieses Mal auch vorbeigegangen, aber viele laufen ja auch jetzt gerade erst im Kino.

      Ich denke, viele versprechen sich von gekauften Likes bessere Chancen auf bezahlte Kooperationen oder solche, die ihnen sonst irgendwas bringen.
      Dabei werden Firmen, die zB Fotograf*innen suchen, wohl hoffentlich eher die Qualität der Arbeit als die Beliebtheit bewerten.

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  3. Hi!

    Ich wollte nur sagen dein neues Design ist ganz chick und ich war überrasc ht das hier alles plötzlich anders aussieht. Aber ist sehr schön geworden.

    LG
    Twineety

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    1. Dankeschön!
      Ja, war schon eine ziemliche Veränderung, weil Ines es in einer Nacht ohne Zwischenschritte gemacht hat, aber ich hab mich schnell dran gewöhnt :).

      Liebe Grüße

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  4. Grüße gen Norden, Charlie.
    Meine relativierende Haltung gegenüber (der Aussagekraft eines) Oscars wird Dir bekannt sein; weswegen sich meine cineastische Euphorie stets auf eine Nachbetrachtung beschränkt.

    Mit ein probater Nachteil der Net-Zeiten bleibt, dass nicht wenige in Kraut-Rüben-Vergleiche einsteigen ohne sich zuvor eigentliche Gedanken zum Thema gemacht zu haben. Quasi wie aus Reflex.
    Die Kostüme der Harry Potter-Filme standen zu ihren jeweiligen Jahren im Wettbewerb mit anderen des Jahrgangs. Schlicht & Einfach. Besagter Vorwurf über die "Schrecklichkeit" leer ausgegangen zu sein, geht deswegen sprichwörtlich ins Leere. Das jeweilige Filmjahr ist ausschlaggebend (auch wenn man/frau nicht um den Verdacht herum kommt, für ein Gros der Academy bestehe ein Jahr lediglich aus den letzten drei Monaten!)

    'Kubo' hatte mir mehr Tiefenseele...

    Regie ist im Ideal der Fälle der erkennbare eigene Stil bei & für eine Arbeit. Das Signet einer Lebendigkeit. Herzblut.

    Shit happens - das weiß jeder Mensch, der Dinge tut.

    Der erwähnte Minority Elect...süperb, dass er sich zwischenzeitlich durch substanzielle Unfähigkeit selber zerlegt. :-D

    Sich Nächte um die Lauscher zu schlagen ist definitiv ein Privileg der Jugend. Brauchbar als Alternative bleibt aber die Konserve für den folgenden Abend, wo man/frau hemmungslos den Vorlauf betätigen kann...

    Diverse Net-Shows & Vloger aus dem angelsächsischen Bereich halten einen gut im Voraus auf dem Laufenden, denke ich. '20th Century Women' oder 'The Edge Of Seventeen' sind die Filme, die es bei uns nicht einmal ins Kino schaffen. Letzterer ist immerhin ab Ende März auf DVD erhältlich.

    Gänzlich nicht nominiert war übrigens - soweit zur Kompetenz des Oscar in puncto Relevanz - 'Sing Street'.

    Eine augenzwinkernde Verbeugung vor 'La La Land' findet sich übrigens noch hier - selbst mir hat sie gefallen. :-)

    https://www.youtube.com/watch?v=wF6EOBdLUSU

    Gut - ich kenne die Akteure auch als Reviewer...

    bonté


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    1. Grüße aus Berlin, wo ich eider nun schon lange wieder bin :(,

      nun ja, für unglaublich aussagekräftig halte ich die Oscars auch nicht. Ich finde sie nur spannend, um einen Blick auf verschiedene Filme und Darsteller*innen werfen zu können, von denen ich sonst vielleicht nicht so viel mitbekommen hätte.

      Ja, genau so ist es! Gegen wirkliche Kostümfilme des jeweiligen Jahres zB kam Harry Potter damals eben nicht an.

      Oh ja, es ist wirklich immer sehr auffällig, dass viele der oscarnominierten Filme zumindest bei uns immer erst um die Oscarzeit oder kurz danach in die Kinos kommen.

      "Sing Street" habe ich noch nicht gesehen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das will, da ich den Regisseur von einem Film kenne, den ich sehr mag, und einen, den ich überhaupt nicht mag ^^.

      Oh, da habe ich auch ein tolles Video zu "La La Land" zu bieten :D:
      https://www.youtube.com/watch?v=acantJu35n4

      Liebe Grüße =)

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Liebe Grüße und hau in die Tasten :D!
Charlie