[Aktionen] #30DaysOfReading2017 - Fazit | #5weeks5books

Charlie | Freitag, 21. Juli 2017 |

Schon wieder ist fast ein Monat seit meinem letzten Post vergangen und ich habe es auch erst gestern geschafft, alle ausstehenden Kommentare zu beantworten und meine Blog-Leseliste abzuarbeiten.
Dabei ist es nicht so, als hätte ich keine Post-Ideen, im Gegenteil: Ich habe eine ewig lange Liste und schon einige Posts vorgeschrieben. Ich möchte nur nicht einfach stumpf einen Post nach dem anderen raushauen, wenn ich keine Zeit habe, mich den Kommentaren und anderen Blogs zu widmen.
Aber was soll's. Die Zeiten von 10 Posts im Monat (Manchmal stöbere ich gerne in meinem Blog-Archiv und gucke, wie sich "Keine Zeit für Langeweile" so entwickelt hat.) sind sowieso vorbei und ich finde das auch nicht schlimm. Qualität vor Quantität und so.

Es war hier so lange still, weil ich in den vergangenen Wochen jede Menge Stress mit der Uni hatte. Macht bloß nie den Fehler, den ich gemacht habe, und lasst euch in jedem Seminar die allerletzten Referate aufdrücken, denn dann habt ihr genau Ende des Semesters, wenn das Lernen für Klausuren ansteht, zu viel anderes um die Ohren und hetzt von einem Vortrag zum nächsten.
Das Ganze hat dann bei mir auch zu einem Mini-Nervenzusammenbruch geführt, dem bzw. dessen Gründen ich aber nochmal einen eigenen Post widmen werde.
Außerdem bin ich im Juni umgezogen (=Pack-Stress) und hatte - der Horror eines jeden internet-süchtigen Menschen! - nach meinem Umzug  drei Wochen lang kein WLAN!

Jetzt schulde ich euch ersmtal ein (reichlich spätes) Fazit aus der #30DaysOfReading2017-Aktion, die ich hier angekündigt hatte.




#30DaysOfReading2017


Bei Katjas Challenge ging es, wie der Name schon sagt, darum, 30 Tage lang - vom 02.Juni bis zum 01. Juli - jeden Tag zu lesen - egal wie lange, selbst, wenn es nur ein paar Seiten sind.
Mich hat die Idee angesprochen, weil ich besonders Anfang des Jahres extrem wenig und nur unregelmäßig gelesen habe. Das fand ich schade, da Lesen früher einmal eines meiner größen Hobbys war, und es auch anstrengend ist, monatelang am selben Buch zu sitzen, weil man nur einmal die Woche ein paar Seiten liest. Von der Challenge habe ich mir daher erhofft, wieder "zum Lesen zurückzufinden" und mich ein bisschen mehr dazu zu motivieren.

Bis auf einen Tag (Und das war zwei Tage vor meinem Umzug, als ich sehr im Pack-Stres war) habe ich es tatsächlich auch geschafft, jeden Tag wenigstens ein paar Seiten zu lesen. Wobei das an einigen Tagen hauptsächlich Sachen für die Uni waren (Papers, Seiten aus Lehrbüchern), was vielleicht minimal geschummelt ist, da es nicht wirklich zum erfreulichen "Hobby-Lesen" gehört. An einigen Tagen ist mir auch erst am Abend aufgefallen, dass ich noch gar nicht gelesen hatte, sodass ich dann schnell vor dem Einschlafen noch ein paar Seiten aus Prinzip gelesen habe, was auch nicht so besonders sinnvoll war.

Dass ich (im Vergleich zu vorher) so viel zum Lesen gekommen bin, hat neben der Challenge und der dazugehörigen Motivation aber auch anere Gründe.
Zum einen bin ich, wie gesagt, umgezogen und habe nun fast täglich auf dem Weg zur Uni eine Strecke, auf der ich 50min in derselben Bahn fahre - eine sehr günstige Lesegelegenheit!
Außerdem haben mich die drei Wochen ohne WLAN erstens dazu gebracht, öfter in die Uni zu fahren (also den guten Leseweg zurückzulegen), um dort das Internet zu nutzen, und zweitens dafür gesorgt, dass ich Zuhause  keine Ablenkung durch Youtube, Netflix, Prime & Co hatte.

Was ich aber vor allem im Laufe der Challenge festgestellt habe, ist, dass es nicht schlimm ist, wenn man nicht jeden Tag zum Lesen kommt. Was zählt, ist, dass einen die Challenge dazu anregt, das eigene Leseverhalten zu beobachten und herauszufinden, unter welchem Umständen man mehr oder weniger liest. 
Wenn ich am Ende eines Tages gemerkt habe, dass ich noch gar nicht zum Lesen gekommen war, konnte ich darüber nachdenken, woran das gelegen haben könnte und was an diesem Tag anders war als z.B. am Tag davor, an dem ich mehr gelesen habe.  So hat sich dann z.B. herauskristallisiert, dass ich vor allem unterwegs auf längeren Bahnfahrten lese oder dann, wenn ich ein Buch wirklich spannend finde und es schnell auslesen will. Wenn ich dagegen den ganzen Tag Zuhause hocke, bin ich meist eher dazu verleitet, im Internet zu surfen. Auch, wenn ich von Zuhause aus arbeiten muss, lenke ich mich (Und ich lenke mich oft ab :D.) immer mit dem Internet und nie mit einem Buch ab.
Und aus diesen Erkenntnissen konnte ich dann wiederum schließen, wie ich vielleicht dafür sorgen kann, dass ich mehr lese. Z.B. weiß ich jetzt, dass ich mir an Tagen, an denen sich nicht durch Wege automatisch Lesezeit ergibt, mir bewusst einen Zeitraum dafür freiräumen muss, da ich - auch wenn das eine traurige Erkenntnis ist - ansonsten eher nicht zu einem Buch greife, weil mich andere Dinge ablenken. 
Vielleicht kann ich das bei meiner zukünftigen Tagesplanung berücksichtigen, auch wenn ich es irgendwie schade finde, mir für ein Hobby speziell Zeit einräumen zu müssen, weil ich es sonst nicht mache. Aber wenn ich dann endlich mal zum Lesen komme, dann macht es großen Spaß. 


Falls ihr auch mitgemacht habt: Wie ist die Challenge bei euch gelaufen?
Könntet ihr euch vorstellen, sowas auch mal auszuprobieren, oder habt ihr ohnehin kein Problem mit dem regelmäßigen Lesen?


#5weeks5books



Im Juli ging es dann gleich spontan weiter mit einer Challenge, die ich über Kims Seite auf Facebook entdeckte. 
Bei #5weeks5books stellen 16 Autorinnen je eines ihrer Bücher vor und die Teilnehmenden haben die Aufgabe, fünf dieser Bücher in fünf Wochen (vom 10.07.-13.08.) zu lesen.  
Vertreten sind die Genres Jugendbuch, New Adult, Romantasy und Liebesroman. 
Die Bücher stammen hauptsächlich aus kleineren Verlagen oder wurden im Selbstverlag herausgebracht, sodass man hier zwar nicht die groß auf etlichen Blogs angekündigten Neuerscheinungen findet, dafür aber einige schöne Schätze neu für sich entdecken kann, auf die man sonst vielleicht nicht gestoßen wäre.
In der dazugehörigen Facebook-Gruppe kann man sich währent der Challenge mit anderen Leser*innen und den Autorinnen austauschen. Außerdem werden einige Youtube-Live-Lesungen organisiert, während denen die Autorinnen für Fragen zur Verfügung stehen.
Unter allen Gewinner*innen werden am Ende ein Buchpaket und einzelne Bücher und eBooks verlost.

Ich habe bereits zwei Bücher für die Challenge gelesen: Einmal "Ascheblüte", den zweiten Teil von Kims "How To Be Happy"-Reihe, der ohnehin auf meiner Wunschliste stand (Über die Reihe werde ich hier auch auf jeden Fall noch schreiben.), und "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" von Julia Dibbern, das auf jeden Fall noch eine Rezension hier auf meinem Blog bekommt, denn hierbei handelt es sich um ein wirklich ungewöhnliches Jugendbuch, das mich ziemlich mitgenommen hat.
Die Challenge hat also jetzt schon dafür gesorgt, dass ich eine tolle literarische Entdeckung gemacht habe, und ich freue mich schon auf die weiteren Bücher.
Ende August wird es hier dann auch einen Fazit-Post zur Challenge geben.


Habt ihr von der Challenge schon mal gehört? Was haltet ihr von dem Prinzip? Macht ihr vielleicht selbst mit?




Kommentare:

  1. Ich lenke mich mittlerweile auch lieber mit Netflix und Amazon oder Youtube ab, was aber daran liegt, dass ich keine Lust aufs Lesen habe, wenn ich schon Texte für die Uni wälzen musste. Da ist man dann doch irgendwie gesättigt und braucht Ablenkung anderer Art. Aber dafür gibt es dann auch wieder Hoch Zeiten, vor allem in den Semesterferien, wo ich ganz viel lese und die Bücher gar nicht aus der Hand legen kann. Eine lange Anfahrt zur Uni habe ich ja auch, muss aber leider manchmal noch umsteigen, weshalb ich dann öfter eher Musik höre und da immer richtig im Songtext versinke. Manchmal nehme ich mir aber auch da Bücher mit, nur hasse ich es immer, wenn ich an einer spannenden Stelle unterbrechen muss um auszusteigen und manchmal habe ich auch Angst, deshalb sogar den Ausstieg zu verpassen. Gerade beim Lesen vergesse ich auch gerne einmal alles um mich herum.

    Bei so einer Challenge habe ich aber noch nie mitgemacht, weil ich dann immer Angst habe, dass das sich in Druck wandelt.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Das freut mich zu hören, dass dich das sogar motiviert. Aber gerade geht es mir wie dir, denn ich komme kaum zum bloggen, aber glaube das ist auch nicht weiter tragisch, weil ja gerade auch das typische Sommerloch ist. Ich merke das ganz klar an Besucherzahlen und Kommentaren und da kann man die Beiträge in der Woche auch anpassen und etwas reduzieren.

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    1. Ja, das kann ich total verstehen. Ich muss zum Glück für die Uni nicht viel lesen, lese aber generell auch nicht gerne, wenn ich an einem Tag schon viel Input hatte. Generell habe ich auch so Phasen. Phasen, in denen ich viele Serien gucke und Phasen, in denen ich eher viel lese.
      Ich lese auch nicht gerne, wenn ich viel umsteigen muss. Dann lohnt sich das kaum, das Buch wieder rauszuholen, die Seite wieder zu finden und so. So war mein Weg zur Uni vor dem Umzug, deshalb bin ich dankbar für den neuen, auch wenn er länger dauert.

      Ja, das kann ich verstehen. Zu einem Hobby sollte man sich auch nicht zwingen müssen. Ich fand die Challenge auch mehr interessant, weil ich dadurch mein Leseverhalten hinterfragt habe.

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  2. Ich habe nicht an der Challenge teilgenommen, aber mir geht es ähnlich wie dir. Ich fahre 45 Minuten am Stück mit der Bahn zur Uni und liebe es, währenddessen zu lesen. Zu Hause lese ich momentan aber kaum, dabei ist es nicht mal so, dass ich mein aktuelles Buch nicht mag oder es nicht mag. Ich habe nur einfach zu viele andere Optionen und da bleibt das Lesen meistens auf der Strecke. Vor einer halben Stunde habe ich mir selbst noch gesagt "ich mache jetzt den pc aus und lese" und erwische mich jetzt dabei, Blogs zu lesen und Game of Thrones zu schauen. Ich müsste mich also eigentlich hin und wieder überwinden, einfach mit dem Lesen anzufangen, aber ich mag es nicht, mich zu Hobbies zwingen zu müssen und wenn ich aktuell lieber andere Dinge mache, dann ist das eben so.
    Wobei ich überlegt habe, während der Semesterferien ein paar Spaßfahrten mit der Bahn zu unternehmen, nur um zu lesen :D

    Über die andere Challenge bin ich jetzt auch schon auf ein paar Blogs gestolpert. Die Idee finde ich schön, weil man so dazu gebracht wird, unbekanntere Bücher zu entdecken. Wäre ich nicht gerade so fest entschlossen, mich um meinen SuB zu kümmern, hätte ich es mir auch überlegt, aber so ist das für mich gerade keine Option :D
    Freut mich, dass du schon ein paar Bücher entdecken konntest. Viel Spaß noch!

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    1. Es ist immer wieder beruhigend zu hören, dass es nicht nur mir so geht. Genauso ist es nämlich: Ich mag meine aktuellen Bücher, aber zuhause habe ich irgendwie immer etwas anderes zu tun. Es ist nicht mal so, dass ich absichtlich nicht lese. Und wenn ich dann mal damit anfange, kann ich oft auch erstmal nicht mehr aufhören. Aber da geht es mir wie dir: Ich will mich einfach nicht dazu zwingen.
      Ich hatte diesen verrückten Gedanken tatsächlich auch schon :D. Dass ich in den Ferien öfter einfach irgendwo hinfahren sollte, um mehr zu lesen ^^.

      SuB-Abbau ist auch ein sehr gutes Vorhaben :D.

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    2. Ah, schön dass es uns da gleich geht. Also eigentlich nicht, aber du weißt schon, wie das gemeint ist :D
      Freut mich gerade total, dass nicht nur ich auf diese absurde Idee gekommen bin :D Im Zug nutze ich meine Zeit einfach effektiver als zu Hause.

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  3. Hey :)

    Ich habe deine Challenge bei Facebook mitverfolgt und finde die Idee wirklich toll. Wenn nicht gerade so viel Trubel bei mir wäre, hätte ich auch super gerne mitgemacht, weil es einfach spannend, überraschend und interessant sein kann, zu merken, wo, wann und wie viel man liest. Ich habe tatsächlich die meiste Lesezeit im Zug und in der Klasurenphase lerne ich meist auf den Zugfahrten, sprich: ich lese nahe zu gar nicht.
    Ich möchte in der freien Zeit unbedingt wieder mehr lesen und gerade ein bisschen mehr Sommerlektüren lesen.

    Hast du noch Klausuren vor dir und wie läuft es denn allgemein so?

    Viele Grüße
    Fina

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    1. Ach ja, auf Facebook war ich da ja nicht gerade aktiv :D. Aber es lesen eh die wenigsten meine Facebook-Seite. Ich hab das Gefühl, da gehen Blogs sogar noch eher unter, weil die Leute so viel anderen Kram in ihrem Feed haben, während man über bloglovin zB nur Blogs hat.
      Stimmt, du hast ja, wie ich auf Instagram gesehen habe, gerade totalen Klausurenstress. Bei mir ist das alles momentan entspannter, weil ich alle Klausuren nach hinten geschoben hab, was sich sicher noch rächen wird ^^.
      Aber ich muss in drei Wochen eine Hausarbeit abgeben und sollte mich da mal ransetzen.

      Liebe Grüße :)

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  4. Hilfe, das klingt ja schwer nach Stress! Und da findest Du noch Zeit nicht nur zum Bücher lesen, sondern liest auch noch Blogbeiträge und kommentierst so ausführlich! Und ich dumme Nuss schaffe es nicht einmal angemessen schnell zu antworten.
    Deine Challenge klingt sehr interessant, vor allem schaut man mal über den Tellerrand. 5 Bücher in 5 Wochen wären mir aber als "Verpflichtung" zu viel. Ich bin schon froh, wenn ich mein eines Lesekreisbuch gelesen kriege. Ich bin wohl zu sehr Spontanleserin und lese auch schon mal drei Bücher an, bevor ich an einem hängen bleibe. (Das macht mich allerdings manchmal selbst wahnsinnig.)
    Mit der Uni noch viel Erfolg! Habt Ihr jetzt Semesterferien bzw. vorlesungsfreie Zeit? (Ferien ist ja immer ein bisschen gelogen. Richtig Ferien hat man da doch nie. :-))

    Liebe Grüße,
    Mona

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    1. Naja, ich habe die Zeit eine ganze Weile nicht mehr gefunden und dann einen regelrechten Kommentar-Marathon gemacht, um das alles aufzuholen. Und den Juli über habe ich auch fast kaum gebloggt, weil ich einfach nicht dazu gekommen bin.
      Von daher musst du gar kein schlechtes Gewissen haben! Gerade ich brauche auch oft länger zum Antworten auf Kommentare. Damit habe ich auch nie ein Problem, weil ich mich über Antworten zu jeder Zeit freue, auch wenn sie etwas länger brauchen :). Mir ist auch gar nicht aufgefallen, dass du lange dafür gebraucht hättest.

      Allgemein geht es bei der Challenge auch eher um den Spaß und weniger darum, genau das Ziel zu erreichen. Es machen auch einige mit, die schon wissen, dass sie keine fünf Bücher schaffen werden.
      Ich kann aber auch gut verstehen, wenn man sich Lektüre lieber spontan aussucht und nicht auf so eine Auswahl an 16 Bücher beschränkt sein will.

      Danke sehr! Ja, haben wir seit dieser Woche. Aber Ferien sind es leider wirklich nicht, da ich für drei Klausuren lernen und eine Hausarbeit schreiben muss. Und auf wundersame Weise wird meine Freizeit auch doch immer recht schnell mit Terminen vollgestopft.

      Liebe Grüße :)

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